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Der 8. Mai in der Geschichte des Radios:




Am 8. Mai 1919 erhielt der Ingenieur Lucien Lévy ein französisches Patent für den von ihm entwickelten Überlagerungsempfänger, der brauchbare Radioschaltungen ermöglichte.
Ein Überlagerungsempfänger ist eine elektronische Schaltung zum Empfang und zur Verarbeitung von Funksignalen. Das Besondere daran ist, dass die eingehende Frequenz auf eine niedrigere und konstante Zwischenfrequenz umgewandelt wird. Das hat mehrere Vorteile:
  • Der Zwischenfrequenz-Verstärker kann fest eingestellt werden
  • Die niedrigere Frequenz stellt geringere Anforderungen an den Filter
  • Es gibt keine Gefahr von Rückkopplungen mehr
Überlagerungsempfänger werden in vielen Geräten der Funktechnik, Telekommunikation und Messtechnik eingesetzt, von Radios und Fernsehern bis hin zu GPS-Geräten.Das Prinzip basiert darauf, dass das eingehende Signal mit einem konstanten Signal aus einem internen Oszillator multipliziert wird. Daraus entstehen Differenz- und Summensignale, die dann weiterverarbeitet werden können.In den letzten Jahren wird die Signalverarbeitung in Empfängern zunehmend digitalisiert, was zum Bereich des Software Defined Radio (SDR) geführt hat.

Am 8. Mai 1945 verkündeten die Radiosender das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa. Dieser endet mit der Ratifizierung der Urkunde zur bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht in Berlin-Karlshorst. Zuvor wurde in Reims, dem Hauptquartier von General Eisenhower als Oberkommandeur der alliierten Truppen an der Westfront, am frühen Morgen des 7. Mai eine endgültige deutsche Kapitulation durch Generaloberst Jodl unterzeichnet.

Foto: Franklin D. Roosevelt Library (v. l. n. r.: Major Wilhelm Oxenius (Adjutant von Generaloberst Jodl), Generaloberst Alfred Jodl, Chef des dt. Wehrmachtführungsstabes (die Kapitulationsurkunde i. A. des OKW unterzeichnend), Generaladmiral Hans-Georg von Friedeburg, Oberbefehlshaber der dt. Kriegsmarine (OKM), Major General K.W.D. Strong, G-2, SHAEF. (Ort: Reims, Frankreich, amerikanisches Hauptquartier)

Am 8. Mai 1970 veröffentlichten die Beatles ihr zwölftes und letztes Album "Let it Be".
Zu diesem Zeitpunkt existierte die Band bereits nicht mehr.

Geburtstage:

1940: Ricky Nelson, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger. Nelson begann seine Karriere mit seiner Familie in der Radio- und Fernsehshow The Adventures of Ozzie and Harriet. Die Fernsehserie lief vom 3. Oktober 1952 bis zum 3. September 1966. Ricky Nelson, seine Eltern und sein Bruder David spielten die Hauptrollen. Alle Episoden der Serie wurden von „Ozzie“ Nelson geschrieben, der auch Regie führte und häufig die aktuellen Songs von Ricky Nelson in die Sendungen einbaute.

1944: Wilfried Dziallas († 18. September 2021), deutscher Schauspieler, Hörspielsprecher und Regisseur.


1944Erik Bettermann, deutscher Rundfunkintendant (2001–2013 – Deutsche Welle).

Nekrolog:

1968: 
George D. Hay, US-amerikanischer Gründer der Grand Ole Opry.

1985: Theodore Sturgeon, US-amerikanischer Science-Fiction-Autor, schrieb u.a. für die
Science-Fiction-Hörspielreihe X-Minus One (X-1).

1994: George Peppard, US-amerikanischer Schauspieler, der seine Karriere beim Radio begann.

2022: Hans Herbert Böhrs (*15. Januar 1940), deutscher Musiker, Komiker, Radiomoderator und Schauspieler.


Quellen:

Radio.about.com (nicht mehr online)

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