Am 29. Oktober 1923 startete in Berlin der erste deutsche Rundfunksender den offiziellen Sendebetrieb. Von 20 bis 21 Uhr meldete sich die „Deutsche Stunde“ mit einem Unterhaltungsprogramm aus dem Vox-Haus, da neben der Reichspost die Vox Schallplatten- und Sprechmaschinen-AG an dem Sender beteiligt war. Diese Stunde wird als das Geburtsdatum des deutschen Rundfunks betrachtet. Der Sender auf dem Dachboden des Hauses hatte eine Leistung von 0,25 kW und arbeitete auf der Welle 400 m. Das Signal wurde auf die 30 m lange Reusenantenne übertragen, die zwischen zwei 18 m hohen Masten auf dem Vox-Haus und dem Hotel Esplanade aufgespannt war. Die BZ am Mittag schrieb am 30.10.1923: „Drei Minuten vor acht Uhr! Alles versammelt sich im Senderaum. Erwartungsvoll beobachtet man das Vorrücken des Zeigers der Uhr … Acht Uhr! Alles schweigt. In das Mikrofon ertönen die Worte: Achtung! Hier Sendestelle Berlin Voxhaus, Welle 400. Wir bringen die...
Radio-Almanach: 366 Kalenderblätter zur Geschichte des Radios – für jeden Tag im Jahr ein historisches Ereignis aus rund 100 Jahren Rundfunkgeschichte.