Seit 2014 sammle ich hier Geschichten aus mehr als 100 Jahren Radiogeschichte – für jeden Tag im Jahr ein eigenes Kalenderblatt: 366 Seiten voller Ereignisse, Sender, Pioniere und Kuriositäten rund um den Rundfunk. Jeden Tag erscheint automatisch oben auf dieser Seite das passende Kalenderblatt zum heutigen Datum. Wer stöbern möchte, findet im Register alle 366 Einträge auf einen Blick. Passend dazu gibt es auch einen YouTube-Kanal, auf dem ich – so oft es zeitlich klappt – kurze Videos zu einzelnen Ereignissen der Radiogeschichte zeige. Etwa dieses hier: Viel Freude beim Stöbern in der Geschichte des Radios! Roland
Am 29. Oktober 1923 startete in Berlin der erste deutsche Rundfunksender den offiziellen Sendebetrieb. Von 20 bis 21 Uhr meldete sich die „Deutsche Stunde“ mit einem Unterhaltungsprogramm aus dem Vox-Haus, da neben der Reichspost die Vox Schallplatten- und Sprechmaschinen-AG an dem Sender beteiligt war. Diese Stunde wird als das Geburtsdatum des deutschen Rundfunks betrachtet. Der Sender auf dem Dachboden des Hauses hatte eine Leistung von 0,25 kW und arbeitete auf der Welle 400 m. Das Signal ging auf eine gut 30 m lange Antenne über dem Dach des Vox-Hauses; erst 1924 spannte man eine größere Antenne hinüber zum Hotel Esplanade. Die BZ am Mittag schrieb am 30.10.1923: „Drei Minuten vor acht Uhr! Alles versammelt sich im Senderaum. Erwartungsvoll beobachtet man das Vorrücken des Zeigers der Uhr … Acht Uhr! Alles schweigt. In das Mikrofon ertönen die Worte: Achtung! Hier Sendestelle Berlin Voxhaus, Welle 400. Wir bringen die kurze...