Radio-Almanach: 366 Kalenderblätter zur Geschichte des Radios – für jeden Tag im Jahr ein historisches Ereignis aus rund 100 Jahren Rundfunkgeschichte.
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Der 30. Mai in der Geschichte des Radios:
Am 30. Mai 1926 nahm die niederländische Radioorganisation
„Vrijzinnig Protestantse Radio Omroep“ (VPRO) von Hilversum aus den Sendebetrieb auf.
Der heute öffentlich-rechtliche Sender wurde damals als religiöser Sender der
niederländischen Freisinnigen gegründet. Die Glaubensgemeinschaft
versteht sich als Vertreterin eines nicht-dogmatischen, freien Christentums.
1968 wurde von dem
hinter dem Akronym steckenden religiösen Bekenntnis losgelassen.
Am 30. Mai 1935 war auf dem NBC Blue Network zum
ersten Mal die Talksendung „Americas Town Meeting“ zu hören. Der Titel der Folge lautete
„Which Way America: Fascism, Communism, Socialism or
Democracy?“ (Übersetzt etwa: „Wohin geht Amerika: Faschismus,
Kommunismus, Sozialismus oder Demokratie?“). Die Diskussionssendung wurde
bald umbenannt in „Americans Town Meeting of the Air“.
Die
Programmverantwortlichen bei NBC hätten niemals geglaubt, dass die Sendung so
beliebt werden würde. Ursprünglich hatten nur 18 der an NBC angeschlossenen
Sender die Premiere aus der New York City Town Hall übertragen.
Ein als
sechswöchiger Radioversuch angelegtes Programm blieb bei ABC, dem Nachfolger
des NBC Blue Networks, schließlich 21 Jahre lang auf Sendung und wurde erst
1956 eingestellt.
Am 30. Mai 1938 strahlte CBS Radio erstmals das
Radio-Serial „Joyce Jordan, Girl Intern“
aus. Zehn Jahre später erzählte die Nachfolgeserie „Joyce Jordan, MD“ die Erlebnisse der
mittlerweile erwachsenen Protagonistin. Aus dieser Timeline entwickelte sich
die Serie „The Brighter Day“,
die acht Jahre lang im Radio ausgestrahlt und in den Jahren 1954 bis 1956
auch als Fernsehserie produziert wurde.
Hier gibt es die Pilotfolge
von „The Brighter Day“ zum
Nachhören.
Am
30. Mai 1968 wendete sich Staatspräsident
Charles de Gaulle auf dem Höhepunkt der Pariser Studentenunruhen und der Streikwelle
in Frankreich via Hörfunk an die Bevölkerung. In kurzen, klaren Sätzen sprach er
davon, die öffentliche Ordnung aufrechterhalten zu wollen, wozu er „alle Eventualitäten
ohne Ausnahme“ erwogen habe.
Am
30. Mai 1991 unterzeichneten die damaligen Ministerpräsidenten der drei
Länder den Staatsvertrag über den Mitteldeutschen Rundfunk.
Am
30. Mai 2012 wurde die
Programmreform von WDR 3
vom Rundfunkrat gebilligt.
Am
30. Mai 2014 konnte zum ersten Mal seit 1924 der Seewetterbericht (shipping forecast), mit dem das Tagesprogramm von BBC Radio 4 am Morgen um 5.20 Uhr beginnt, nicht ausgestrahlt
werden. Stattdessen wurde das Programm des BBC World Service gesendet. Der Wetterbericht
konnte erst um 6.40 Uhr nachgeholt werden, was in Großbritannien für einiges Aufsehen
sorgte.
Am 24. Oktober 1923 proklamierte der deutsche Reichspostminister die "Einführung eines Unterhaltungs-Rundfunks". Vallée (Mitte) mit Olsen u. Johnson Am 24. Oktober 1929 strahlte NBC die erste Folge der " Fleischmann's Yeast Hour " (in deutscher Übersetzung "Fleischmanns Hefe-Stunde") aus. Die Sendung wurde von der NBC-Programmchefin Bertha Brainard ins Leben gerufen. Sie überredete den Bandleader und Sänger Rudy Vallée, die Show zu moderieren. Bei den Hörern kam das Konzept so gut an, dass die Show Jahr für Jahr in der Top-5 der meistgehörten Radiosendungen dieser Zeit zu finden war. Gastgeber Vallée scharte einen festen Stamm um sich und moderierte das Musical- und Varieté-Programm zusammen mit Ole Olsen und Chic Johnson (1932), gefolgt von Tom Howard und George Shelton (1935). In kleineren Funktionen gehörten auch Schauspieler Will Aubrey (1892-1958) und der Charakterdarsteller Henry Armetta (1888-1945) zur Show. Auf Vallées ...
Seit 2014 sammle ich hier Geschichten aus mehr als 100 Jahren Radiogeschichte – für jeden Tag im Jahr ein eigenes Kalenderblatt: 366 Seiten voller Ereignisse, Sender, Pioniere und Kuriositäten rund um den Rundfunk. Jeden Tag erscheint automatisch oben auf dieser Seite das passende Kalenderblatt zum heutigen Datum. Wer stöbern möchte, findet im Register alle 366 Einträge auf einen Blick. Passend dazu gibt es auch einen YouTube-Kanal, auf dem ich – so oft es zeitlich klappt – kurze Videos zu einzelnen Ereignissen der Radiogeschichte zeige. Etwa dieses hier: Viel Freude beim Stöbern in der Geschichte des Radios! Roland
Am 1. August 1922 wurde in Berlin der „Deutsche Wirtschaftsrundfunk“ offiziell in Betrieb genommen. Die Empfangsgeräte wurden den Teilnehmern nur geliehen, nicht verkauft. Am 1. August 1927 wurde das „Heinrich Hertz-Institut“ für Schwingungsforschung in Berlin-Charlottenburg gegründet. Am 1. August 1928 eröffnete die Kuomintang-Partei im vorkommunistischen China die „ Central Broadcasting Station “. Fünf Jahre später wird der 75-kW-Kurzwellensender in Betrieb genommen. 1932 gehören ganz China und ein großer Teil von Asien zum Empfangsgebiet. Am 1. August 1934 startete der „Schweizerische Kurzwellendienst“ . Die „Schweizerische Rundspruchgesellschaft“ mietet für eine einmalige Sendung den Völkerbundsender in Prangins. Ein auf Stahlband aufgezeichnetes Programm vom „Studio Bern“ wurde nach Südamerika ausgestrahlt. Am 1. August 1935 begann der portugiesische Staatssender „Emissora Nacional de Radiodifusao“ in Lissabon mit r...
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