Direkt zum Hauptbereich

Der 11. Mai in der Geschichte des Radios:

Am 11. Mai 1922 sendete in Großbritannien die Station 2LO den ersten Sportkommentar. Der spätere BBC-Mitarbeiter Arthur Burrows kommentiert den Boxkampf zwischen Ted Kid Lewis und Georges Carpentier im Olympia, London. Aufgrund von Protesten der Zeitungsverleger konnte sich diese Form der Berichterstattung in England erst 1927 etablieren.

 

Am 11. Mai 1922 startete in Honolulu (Hawaii) der Sender KGU sein Programm.


Am 11. Mai 1924 um 11 Uhr ging zum ersten Mal ein Radioprogramm aus Stuttgart in den Äther. Ab etwa 17 Uhr wurden täglich über Mittelwelle ein Nachmittags- und ein Abendprogramm sowie gelegentlich Nachtkonzerte aus dem Heeresproviantamt in Stuttgart-Feuerbach ausgestrahlt.





Jack Barry mitZsa Zsa Gabor



Am 11. Mai 1946 strahlte der Radiosender WOR in New York erstmals das Kinderprogramm Juvenile Jury aus. Es handelte sich um ein Frage-und-Antwort-Quiz mit Jack Barry als Moderator und vielen Kindern als Kandidaten und Ratgebern. In den ersten fünf Wochen auf Sendung startete das Programm so erfolgreich durch, dass es bald landesweit über das Mutual Broadcasting System ausgestrahlt wurde.
Die Show schaffte es auch bald ins Fernsehen, blieb aber parallel bis 1953 im Radio.



Am 11. Mai 1962 startete der weißrussische Auslandsrundfunksender Radio Belarus als Radio Minsk den Sendebetrieb.
Zunächst wurde nur in belarussischer Sprache für Weißrussen außerhalb der Sowjetunion gesendet. Seit 1985 gibt es auch ein deutschsprachiges Programm. Sendungen in russischer und englischer Sprache gibt es seit 1998, in polnischer Sprache seit 2006.

Am 11. Mai 2001 wurde die FM4‑Sendereihe „Projekt X“ mit dem Salzburger Stier ausgezeichnet.

 

Am 11. Mai 2012 stellte der niederländische Auslandsdienst Radio Nederland Wereldomroep seine Sendungen in niederländischer Sprache ein.

 

Am 11. Mai 2014 wurde der Schriftsteller Paul Kohl in Leipzig mit dem Axel-Eggebrecht-Preis für sein Lebenswerk im Bereich Radio-Feature ausgezeichnet.


Geburtstage:

1903: Ferrin Fraser, US-amerikanischer Buch- und Hörspielautor. Er schrieb die Texte für die Sendungen seines Partners Frank Buck. Außerdem schrieb er für erfolgreiche Radioserien wie

1904: Guus Weitzel, niederländischer Journalist und Radiomoderator.

1919: John Michael Hayes, US-amerikanischer Drehbuch- und Hörspielautor. Er schrieb neben seinen bekannten Filmen (u. a. für Alfred Hitchcock) für verschiedene Radiokomödien und Hörspielserien wie The Adventures of Sam SpadeAlias Jane DoeInner Sanctum MysteriesMy Favorite HusbandSweeney and MarchTwelve Players und Yours Truly, Johnny Dollar.

1924: Jörg Mauthe, österreichischer liberal-konservativer Kulturpolitiker, Schriftsteller und Hörfunkredakteur (Satiresendung „Der Watschenmann,“ 1950–1955, 1967–1974) († 1986).

 

Nekrolog:

 

2001: Douglas Noël Adams (* 11. März 1952), britischer Schriftsteller. Er wurde vor allem mit der satirischen Science-Fiction-Reihe „Per Anhalter durch die Galaxis“ bekannt.


2022: Rainer Wulff (* 8. Februar 1943), deutscher Journalist und Autor satirischer Texte, war Stadionsprecher beim FC St. Pauli.

 

Quellen:


Radio.about.com (nicht mehr online)
Oldradio.org

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Der 24. Oktober in der Geschichte des Radios:

Am 24. Oktober 1923 proklamierte der deutsche Reichspostminister die "Einführung eines Unterhaltungs-Rundfunks". Vallée (Mitte) mit  Olsen u. Johnson Am  24. Oktober 1929  strahlte NBC die erste Folge der " Fleischmann's Yeast Hour " (in deutscher Übersetzung "Fleischmanns Hefe-Stunde") aus. Die Sendung wurde von der NBC-Programmchefin  Bertha Brainard  ins Leben gerufen. Sie überredete den Bandleader und Sänger Rudy Vallée, die Show zu moderieren. Bei den Hörern kam das Konzept so gut an, dass die Show Jahr für Jahr in der Top-5 der meistgehörten Radiosendungen dieser Zeit zu finden war. Gastgeber Vallée scharte einen festen Stamm um sich und moderierte das Musical- und Varieté-Programm    zusammen mit Ole Olsen und Chic Johnson (1932), gefolgt von Tom Howard und George Shelton (1935). In kleineren Funktionen gehörten auch Schauspieler Will Aubrey (1892-1958) und der Charakterdarsteller Henry Armetta (1888-1945) zur Show. Auf Vallées ...

Radio-Geschichte. 8. Dezember

Der 8. Dezember in der Geschichte des Radios: Am 8. Dezember 1980 strahlte das RKO Radio Network das letzte Interview mit dem Ex-Beatle John Lennon aus. Dave Sholin , ein Radiomoderator aus San Francisco und Radioproduzent Ron Hummel hatten es wenige Stunden vor Lennons Ermordung mit ihm geführt. Die beiden hatten gemeinsam schon mehrere Sondersendungen zu Musikthemen gestaltet. Dieser 8. Dezember war für John Lennon angefüllt mit Terminen. Zunächst war die Fotografin Annie Leibowitz ins Dakota Building gekommen, um Fotos von John für das " Rolling Stone "-Magazin zu schießen. Nachdem sie gegen 15 Uhr 30 die Wohnung der Lennons verlassen hatte, führte Dave Sholin das Radiointerview mit John, welches sein letztes werden sollte. Gegen 17 Uhr 40 verließen John und Yoko das Gebäude. Vor dem Haus ließ sich Lennons späterer Mörder Mark David Chapman eine Schallplatte von ihm signieren und wurde in diesem Moment von einem anderen Fan gemeinsam mit Lennon fotografiert. C...

Radio-Geschichte. 6. März:

Der 6. März in der Geschichte des Radios: Am  6. März 1944  sendete das  Lux Radio Theatre  auf CBS die Hörspielfassung des Films „ The Letter “ mit Bette Davis, Vincent Price und Herbert Marshall. In den ersten beiden Staffeln sendete das „Lux Radio Theatre“ bekannte Broadway-Stücke, später kamen Radio-Adaptionen bekannter Kinofilme hinzu. Das war sinnvoll, denn damals gab es  kein Fernsehen und erst keine Möglichkeit privater Videoaufzeichnungen.  Filme, die nicht mehr im Kino gezeigt wurden, waren weg und unerreichbar. Das Radio brachte sie wieder zurück und erzeugte Bilder in den Köpfen der Hörer. Dabei gab es sogar einige Zuschauer, denn die Stücke wurden in einem Theater live vor einem Publikum gezeigt und gesendet. Über 20 Jahre lang war „Lux Radio Theatre“ die beliebteste Dramaserie im Radio. Mitte der 50er Jahre kam sie als „Lux Video Theatre“ ins Fernsehen. Foto:  Macfadden Publications (pages 54, 55 Radio Mirror) [Public Domain...