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Der 4. Juni in der Geschichte des Radios:


Am 4. Juni 1944 strahlte das Mutual Broadcasting System die erste Folge der Detektivserie „The Adventures of Leonidas Witherall“ aus. Walter Hampden verkörperte die Titelrolle in den 30-minütigen Episoden, die von Roger Bower nach den Romanen von Phoebe Atwood Tayler (unter dem Pseudonym Alice Tilton) produziert wurden.
Die Serie wurde nach einem knappen Jahr Laufzeit am 6. Mai 1945 eingestellt.

Hier gibt es eine Originalfolge zum Nachhören.

Am 4. Juni 1948 nahm der amerikanische Missionssender „Far East Broadcasting Co.“  in Manila den Betrieb auf. Der schwache Mittelwellensender reichte kaum über die Grenzen der philippinischen Hauptstadt hinaus. Von 1949 bis 1951 wurden zusätzlich 5 Kurzwellensender in Dienst genommen.

Am 4. Juni 1966 meldete sich auf 1115 kHz (269 m) Englands jüngster Piratensender, „Radio 270“.

Am 4. Juni 1977 strahlte „Radio Verte Fessenheim“ die erste Sendung aus. Der Alternativsender im Dreiländereck Frankreich, Schweiz und Deutschland war am frühen Samstagabend in Mülhausen und Umgebung auf 101 MHz zu hören. Das Programm wurde auf Kassetten aufgenommen und über einen versteckten Sender ausgestrahlt. Im April 1981 wurde der Sender in „Radio Dreyeckland“ umbenannt.

Am 4. Juni 1987 erklärte das Bundesverfassungsgericht das 1985 verabschiedete Baden-Württembergische Landesmediengesetz teilweise für verfassungswidrig und folgte damit weitgehend den Beschwerden von „SDR“ und „SWF“.

Am 4. Juni 1989 nahm in China die „Stimme des 4. Juni“ ihren Betrieb auf.  Der Sender wurde von in den USA studierenden Auslandschinesen betrieben und nach dem Datum benannt, an dem die blutige Niederschlagung der Demokratiebewegung in China stattfand. Die Programme waren zunächst nur über Lokalstationen in amerikanischen Universitätsstädten zu hören. Ab Ende September 1989 sendete man zusätzlich über Kurzwellensender, die sich in der Nähe der Volksrepublik China befinden, um den Kontakt zwischen den im Untergrund lebenden Studenten und den ins Ausland geflohenen Anhängern der Demokratiebewegung wiederherzustellen. 1991 ging den Betreibern das Geld aus. Die Produktion des Programms musste eingestellt werden.




Am 4. Juni 1989 startete der Missionssender „World Wide Christian Radio(WWCR) den regulären Sendebetrieb. Der 100-kW-Sender operierte von Nashville, Tennessee aus auf den Frequenzen 15690 und 7520 kHz.


Geburtstage:


1882: Karl Valentin: bayerischer Humorist, Komiker und Stückeschreiber – siehe Kalenderblätter vom 9. Februar und 1. April.

1909: Hanuš Burger: tschechisch-deutscher Autor, Regisseur und Dramaturg. 1944 war er bei Radio Luxemburg  als Regisseur hauptverantwortlich für den Sender 1212,  einen US-amerikanischen Propagandasender, der zur Operation Annie gehörte.

1929: Günter Strack, deutscher Schauspieler († 1999).

 


Nekrolog:

 

1974: Ernst Nebhut, deutscher Schriftsteller. Er schrieb u. a. Drehbücher für Fernsehfilme und Hörspiele.

 

2021: Friederike Mayröcker,  österreichische Schriftstellerin. Sie veröffentlichte von den 1950er-Jahren bis zu ihrem Tod stetig Lyrik, Prosa und Hörspiele und zählte zu den wichtigsten Autorinnen ihrer Generation im deutschsprachigen Raum.

 

2021: Manfred Miller, deutscher Blues- und Popularmusikforscher und Musikjournalist.

 

Quellen:


Gijsbert Hinnen: Internationale Rundfunk- und Fernseh-Chronik (nicht mehr online)
Wikipedia

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