Radio-Almanach: 366 Kalenderblätter zur Geschichte des Radios – für jeden Tag im Jahr ein historisches Ereignis aus rund 100 Jahren Rundfunkgeschichte.
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Der 15. Juni in der Geschichte des Radios:
Gedenktafel an der Neuen Residenz in Salzburg
Am 15. Juni 1904 übermittelte der österreichische Ingenieur Otto Nussbaumer in Graz auf einer Wellenlänge von 18 Metern drahtlos eine musikalische Darbietung, bei der die steirische Landeshymne erklang – also eine erste Radiosendung.
Er
benutzte dazu bereits einen Löschfunkensender.
Damit war es möglich, piepsende Töne zu übertragen. Nußbaumer ersetzte damals
die Morsetaste am Sender durch ein Mikrofon und am Empfänger den Fernschreiber
durch einen Kopfhörer. Die Erfindung wurde damals in Österreich nicht weiter
verfolgt und setzte sich erst durch andere Radiopioniere durch. Foto: Andreas Praefcke (GFDL oder CC BY 3.0, via Wikimedia Commons)
Am
15. Juni 1920 trat die australische
Opernsängerin Nellie Melba als erster Musikstar live
im britischen Rundfunk auf.
Am 15. Juni 1924 sendete „Radio Bloemendaal“ im gleichnamigen Städtchen zwischen Ijmuiden und Zandvoort (Holland) die ersten religiösen Programme. Initiator J.H. Monnik hatte im Mai 1924 die Sendeerlaubnis erhalten. Abgesehen von einer kriegsbedingten Unterbrechung von 1943 bis 1948, war der Sender seitdem jeden Sonn- und Feiertag mit Predigten und kirchlicher Musik im Äther. Heutzutage ist der 50-Watt-Sender auf der Mittelwellenfrequenz 1116 kHz zu hören.
Am 15. Juni 1930 nahm die erste bulgarische Radiostation den Sendebetrieb auf.
Am 15. Juni 1930 führte das Reichspost-Zentralamt über den Sender Döberitz
Fernsehversuchssendungen durch. Etwas später wurde auch ein Tonsender im
UKW-Bereich eingeschaltet.
Am 15. Juni 1931 sendete das Reichspost-Zentralamt Berlin erstmals Tonfilmprogramme auf Kurzwelle.
Am 15. Juni 1934 strahlte der „Radio-Club
Basel“ erstmals die auf Stahlband
aufgenommene Sendung vom „Studio Basel“ für die Auslandsschweizer auf
Kurzwelle (42,14 m) aus. Das Rufzeichen der Amateurstation lautete
„HB9B“.
Am 15. Juni 1936 strahlte das „Lux Radio Theatre“ das Stück „Burlesque“ aus, mit Al Jolson und Ruby Keeler in den Hauptrollen. Keeler war damals eine
Steptänzerin, die später zum gefeierten Broadway Star aufstieg, während Al
Jolson ein beliebter Sänger war. Die Sendung dieser Theateraufführung blieb
nicht nur wegen der künstlerischen Leistung der beiden Schauspieler im
Gespräch, sondern auch deshalb, weil die beiden damals auch im richtigen Leben
eine Ehe führten.
Am 15. Juni 1946 strahlte „Radio Nederland“
versuchsweise ein Konzert des „Radio Philharmonisch Orkest“ unter der
Leitung von Albert van Raalte in Stereo aus. Die Sender „Hilversum 1“
(auf 301,5 m) und „Hilversum 2“ (auf 415,5 m) übertrugen parallel und zeitgleich. Für den Empfang des
Stereo-Signals waren zwei Radio-Empfänger erforderlich. Die Stereoaufnahme
wurde mithilfe eines Kunstkopf-Mikrofons erreicht.
Am 15. Juni 1977 begann der Piratensender „Radio-Aktiv
freies Gösgen“ in der Region Gösgen mit
der Ausstrahlung von Anti-Atomkraftwerk-Informationen. Nach sechs Sendungen
wurde die Station am 23. Juni beschlagnahmt. Bei dieser Aktion kommt ein großes
Aufgebot von Polizei und PTT-Beamten zum Einsatz. Die Techniker wurden festgenommen
und der in einem Rucksack versteckte, mobile Sender wurde konfisziert.
Am 15. Juni 1981 startete NRJ in der französischen Hauptstadt Paris den Sendebetrieb. Die drei
Buchstaben stehen für die Abkürzung des französischen Namens Nouvelle
Radio Jeunesse, was übersetzt
„Neues Jugendradio“ heißt.
Die NRJ
Group ist das größte private
Radiounternehmen Europas.
Am
15. Juni 1999 wurde auf Ö1
die letzte Ausgabe der seit 1969 laufenden Reihe La Chanson,
moderiert von Heinz-Christian Sauer, ausgestrahlt.
1949: Elmar Hörig,
deutscher Radio- und Fernsehmoderator. Von 1980 bis 1999 war er Moderator bei SWF3 und
dessen Nachfolgesender SWR3. Er arbeitete auch für RIAS 2, rs2, Radio Fritz,
Rockland Radio, Radio Regenbogen, Radio Köln und seit 2013 bei Top20Radio.
Am 24. Oktober 1923 proklamierte der deutsche Reichspostminister die "Einführung eines Unterhaltungs-Rundfunks". Vallée (Mitte) mit Olsen u. Johnson Am 24. Oktober 1929 strahlte NBC die erste Folge der " Fleischmann's Yeast Hour " (in deutscher Übersetzung "Fleischmanns Hefe-Stunde") aus. Die Sendung wurde von der NBC-Programmchefin Bertha Brainard ins Leben gerufen. Sie überredete den Bandleader und Sänger Rudy Vallée, die Show zu moderieren. Bei den Hörern kam das Konzept so gut an, dass die Show Jahr für Jahr in der Top-5 der meistgehörten Radiosendungen dieser Zeit zu finden war. Gastgeber Vallée scharte einen festen Stamm um sich und moderierte das Musical- und Varieté-Programm zusammen mit Ole Olsen und Chic Johnson (1932), gefolgt von Tom Howard und George Shelton (1935). In kleineren Funktionen gehörten auch Schauspieler Will Aubrey (1892-1958) und der Charakterdarsteller Henry Armetta (1888-1945) zur Show. Auf Vallées ...
Seit 2014 sammle ich hier Geschichten aus mehr als 100 Jahren Radiogeschichte – für jeden Tag im Jahr ein eigenes Kalenderblatt: 366 Seiten voller Ereignisse, Sender, Pioniere und Kuriositäten rund um den Rundfunk. Jeden Tag erscheint automatisch oben auf dieser Seite das passende Kalenderblatt zum heutigen Datum. Wer stöbern möchte, findet im Register alle 366 Einträge auf einen Blick. Passend dazu gibt es auch einen YouTube-Kanal, auf dem ich – so oft es zeitlich klappt – kurze Videos zu einzelnen Ereignissen der Radiogeschichte zeige. Etwa dieses hier: Viel Freude beim Stöbern in der Geschichte des Radios! Roland
Am 1. August 1922 wurde in Berlin der „Deutsche Wirtschaftsrundfunk“ offiziell in Betrieb genommen. Die Empfangsgeräte wurden den Teilnehmern nur geliehen, nicht verkauft. Am 1. August 1927 wurde das „Heinrich Hertz-Institut“ für Schwingungsforschung in Berlin-Charlottenburg gegründet. Am 1. August 1928 eröffnete die Kuomintang-Partei im vorkommunistischen China die „ Central Broadcasting Station “. Fünf Jahre später wird der 75-kW-Kurzwellensender in Betrieb genommen. 1932 gehören ganz China und ein großer Teil von Asien zum Empfangsgebiet. Am 1. August 1934 startete der „Schweizerische Kurzwellendienst“ . Die „Schweizerische Rundspruchgesellschaft“ mietet für eine einmalige Sendung den Völkerbundsender in Prangins. Ein auf Stahlband aufgezeichnetes Programm vom „Studio Bern“ wurde nach Südamerika ausgestrahlt. Am 1. August 1935 begann der portugiesische Staatssender „Emissora Nacional de Radiodifusao“ in Lissabon mit r...
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