Radio-Almanach: 366 Kalenderblätter zur Geschichte des Radios – für jeden Tag im Jahr ein historisches Ereignis aus rund 100 Jahren Rundfunkgeschichte.
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Der 12. Juni in der Geschichte des Radios:
Am 12. Juni 1926 führte der litauische Rundfunk den regulären Rundfunkdienst ein. Mit dem Sturz der verfassungsmäßigen Regierung der linken Mitte durch einen Militärputsch am 17. Dezember 1926 entstand in Litauen ein autoritäres Präsidialregime, was zu einer Einschränkung der Pressefreiheit führte. „Radio Kaunas“ stand so fast von Beginn an unter staatlicher Aufsicht und politischer Zensur.
Am 12. Juni 1934 trafen
sich 65 Delegierte aus 20
europäischen Ländern in London zu einer Tagung der „Union Internationale de
Radiodiffusion“. Auf dem Programm stand die Verteilung der Langwellen. Damals war dieser Punkt das heikelste Thema der internationalen Radioverständigung.
Am
12. Juni 1944 äußerte sich US-Präsident Franklin D. Roosevelt in der 30. und letzten Ausgabe
seiner Kamingespräche (Fireside Chats) zu Kriegskrediten (Opening Fifth War Loan
Drive).
Am 12. Juni 1947 strahlte ABC erstmals die Radioserie „Challenge of the Yukon“ aus. Die Geschichte drehte sich um den kanadischen Mountie Sergeant William Preston und seinen tapferen Hund King. Der Husky war der eigentliche Star der Serie und leistete mehr als sein Herrchen.
Ursprünglich startete die Abenteuerserie am 3. Februar 1938 auf dem Sender WXYZ in Detroit. Sie ist ein Beispiel für das in Deutschland nicht so geläufige „Northern“-Genre. Im Gegensatz zum Western, der – wie der Name sagt – im Wilden Westen spielt, geht es im „Northern“ um ähnliche Geschichten, die aber nicht in den Prärien des Westens, sondern in den Wäldern, Bergen und Eiswüsten Kanadas und Alaskas spielen. Viele Geschichten und Romane Jack Londons sind klassische Vertreter des Northern.
Bei ABC war „Challenge of the Yukon“ bis zum 30. Dezember 1949 zu hören und wechselte dann zum Mutual Broadcasting System. Dort lief die Serie vom 2. Januar 1950 bis zum 9. Juni 1955 und wechselte dann ins Fernsehen. Im November 1951 änderten die Programmverantwortlichen den Titel in „Sergeant Preston of the Yukon“.
Am 12. Juni 1955 strahlte NBC erstmals das Wochenendprogramm „Monitor“ aus, eine vierzigstündige Livesendung im Radio. Es war eine der letzten langen Livesendungen im Medium Radio. Nach mehr als 20.000 gesendeten Live-Stunden wurde das Programm am 26. Januar 1975 eingestellt.
Am 12. Juni 1955 strahlte NBC zum letzten Mal die Diskussionssendung „Universityof ChicagoRoundTable“ aus. Seit 1933 diskutierten Politiker, Unternehmer, Journalisten und andere Personen die aktuellen Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Gespräche entwickelten sich spontan, es gab keine vorgefertigten Sendemanuskripte.
Wegen der journalistischen Qualität wurde der „Universityof ChicagoRoundTable“ mit dem George Foster Peabody Award ausgezeichnet.
Hier gibt es eine Originalfolge zum Thema „Rassenprobleme und Weltfrieden“ zum Nachhören.
Am 12. Juni 1963 strahlte der „Deutschlandfunk“ die ersten Sendungen in polnischer, serbokroatischer und tschechischer Sprache aus.
Am
12. Juni 1972 weihte der Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen, Georg Leber, die Kurzwellen-Rundfunksendestelle Wertachtal der „Deutschen Welle“ ein. Drei 500-kW-Sender sind in Betrieb, fünf weitere im Bau. Alle Sender
(Telefunken und Brown Boveri & Cie) wiesen eine Breitbandigkeit von 5,9 MHz
bis 26,7 MHz, entsprechend 49 m- bis 11-m-Band auf. Am 24. Juli und 7. August
1972 wurden die nächsten beiden Sender eingeschaltet.
Am
12. Juni 1977 wurde der brasilianische Auslandsdienst vollständig
eingestellt. Die Kurzwellensender von „Radiobras“ wurden künftig für den
neuen Amazonas-Dienst eingesetzt.
Am
12. Juni 1992 wurden die beiden Fernmeldesatelliten Eutelsat II-F 4 und INSAT 2 A
auf ihre geostationäre Erdumlaufbahn gebracht. Eutelsat sollte die
Sendereichweite europäischer Rundfunkprogramme auf große Teile Osteuropas
ausdehnen. Außerdem wurden die technischen Voraussetzungen für den geplanten
Zusammenschluss der Eurovision mit der osteuropäischen Intervision geschaffen.
Am
12. Juni 2012 gab der Vatikan die Einstellung der Sendungen von Radio Vatikan auf Mittel- und Kurzwelle für Europa
und Amerika aus dem Sendezentrum Santa Maria di Galeria zum 1. Juli 2012
bekannt. Diese Regionen wurden von da an über das Internet, über DAB und DAB+,
über Satellit und über Partnerstationen versorgt, die die Sendungen von Radio
Vatikan übernahmen. Der Dienst auf Kurzwelle für die ärmeren Teile der Welt,
die nur auf diesem Wege erreicht werden konnten, blieb bestehen.
Geburtstage:
1928: Vic Damone: US-amerikanischer Sänger und Schauspieler.Im April 1947 nahm er am Talentwettbewerb in Arthur Godfreys Show Talent Scouts teil, den er auch gewann. Wie viele der Gewinner des Wettbewerbs sang er regelmäßig in Godfreys Show. Auch später war er oft im Radio zu hören, nicht nur als Sänger, sondern auch als beliebter Interviewgast und Sprecher.
1934:
Winfried Scharlau, Korrespondent des NDR vorwiegend in Südostasien
und Moderator († 2004).
Am 24. Oktober 1923 proklamierte der deutsche Reichspostminister die "Einführung eines Unterhaltungs-Rundfunks". Vallée (Mitte) mit Olsen u. Johnson Am 24. Oktober 1929 strahlte NBC die erste Folge der " Fleischmann's Yeast Hour " (in deutscher Übersetzung "Fleischmanns Hefe-Stunde") aus. Die Sendung wurde von der NBC-Programmchefin Bertha Brainard ins Leben gerufen. Sie überredete den Bandleader und Sänger Rudy Vallée, die Show zu moderieren. Bei den Hörern kam das Konzept so gut an, dass die Show Jahr für Jahr in der Top-5 der meistgehörten Radiosendungen dieser Zeit zu finden war. Gastgeber Vallée scharte einen festen Stamm um sich und moderierte das Musical- und Varieté-Programm zusammen mit Ole Olsen und Chic Johnson (1932), gefolgt von Tom Howard und George Shelton (1935). In kleineren Funktionen gehörten auch Schauspieler Will Aubrey (1892-1958) und der Charakterdarsteller Henry Armetta (1888-1945) zur Show. Auf Vallées ...
Seit 2014 sammle ich hier Geschichten aus mehr als 100 Jahren Radiogeschichte – für jeden Tag im Jahr ein eigenes Kalenderblatt: 366 Seiten voller Ereignisse, Sender, Pioniere und Kuriositäten rund um den Rundfunk. Jeden Tag erscheint automatisch oben auf dieser Seite das passende Kalenderblatt zum heutigen Datum. Wer stöbern möchte, findet im Register alle 366 Einträge auf einen Blick. Passend dazu gibt es auch einen YouTube-Kanal, auf dem ich – so oft es zeitlich klappt – kurze Videos zu einzelnen Ereignissen der Radiogeschichte zeige. Etwa dieses hier: Viel Freude beim Stöbern in der Geschichte des Radios! Roland
Am 1. August 1922 wurde in Berlin der „Deutsche Wirtschaftsrundfunk“ offiziell in Betrieb genommen. Die Empfangsgeräte wurden den Teilnehmern nur geliehen, nicht verkauft. Am 1. August 1927 wurde das „Heinrich Hertz-Institut“ für Schwingungsforschung in Berlin-Charlottenburg gegründet. Am 1. August 1928 eröffnete die Kuomintang-Partei im vorkommunistischen China die „ Central Broadcasting Station “. Fünf Jahre später wird der 75-kW-Kurzwellensender in Betrieb genommen. 1932 gehören ganz China und ein großer Teil von Asien zum Empfangsgebiet. Am 1. August 1934 startete der „Schweizerische Kurzwellendienst“ . Die „Schweizerische Rundspruchgesellschaft“ mietet für eine einmalige Sendung den Völkerbundsender in Prangins. Ein auf Stahlband aufgezeichnetes Programm vom „Studio Bern“ wurde nach Südamerika ausgestrahlt. Am 1. August 1935 begann der portugiesische Staatssender „Emissora Nacional de Radiodifusao“ in Lissabon mit r...
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