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Der 30. Juni in der Geschichte des Radios:





Am 30. Juni 1956 wechselte die US-amerikanische Radiosoap The Guiding Light nach 19 Jahren vom Hörfunk ins Fernsehen.

Am 30. Juni 1962 stellte „Radio Nord“ seine Sendungen ein, um mit dem neuen Gesetz der schwedischen Regierung gegen Piratensender nicht in Konflikt zu kommen. Das Sendeschiff „Bon Jour“ tauchte 1964 vor Englands Küste auf und beherbergte dann „Radio Atlanta“.

Am 30. Juni 1982 eröffnete die ARD für die Auslandsberichterstattung ein Studio in Ankara.

Ab dem 30. Juni 1982 setzte „Radio DRS“ das Autoradio-Informationssystem „ARI“ ein. Autoradios, die mit einem Decoder ausgerüstet waren, schalteten automatisch vor jeder Verkehrsinformation ein.

Am 30. Juni 1983 stellte Radio X-tra“, der englischsprachige „SRG“-Sender in Genf, nach dreimonatigem Versuchsprogramm den Betrieb ein.

Am 30. Juni 1992 beendete „Adventist World Radio“ seine Sendungen bei Radio Trans Europa in Sines, Portugal. Damit hatte nach IBRA-Radio der zweite Großkunde die Kurzwellenstation verlassen.

Am 30. Juni 1993 stellte Trans World Radio die Ausstrahlung der Sendungen über die Kurzwellenstation auf der Karibikinsel Bonaire ein.

Am 30. Juni 2008 stellte der Landessender Monte Ceneri den Sendebetrieb ein.

Geburtstage:

1926: Peter Alexander, österreichischer Sänger, Schauspieler, Entertainer und Showmaster († 2011).


Nekrolog:

1961: Kurt Meister, deutscher Schauspieler, Regisseur, Autor und Hörspielsprecher, stirbt 60-jährig. Er wurde vor allem durch Regiearbeiten bei Hörspielproduktionen des NWDR Köln und dessen Rechtsnachfolger, dem WDR, bekannt.

Am 30. Juni 1961 starb der Radiopionier Lee de Forest. Er gilt als einer der Väter des Elektronikzeitalters und bezeichnete sich selbst als „Vater des Radios“. Er promovierte 1899 in Yale mit einer Doktorarbeit über Radiowellen und entwickelte einen drahtlosen Telegrafenempfänger. 1902 gründete er die „De Forest Wireless Telegraph Company“, aber wie viele andere seiner späteren Firmen scheiterte das Unternehmen an seinen mangelhaften kaufmännischen Fähigkeiten.

De Forest war überaus kreativ und ambitioniert, aber er erkannte oft nicht das wirtschaftliche Potenzial, das in seinen Erfindungen steckte. Während er an der Weiterentwicklung der drahtlosen Telegrafie arbeitete, erfand er das Audion, heute unter der Bezeichnung „Triode“ bekannt. Mit dieser gasgefüllten Röhre ließ sich die Sprache beim Radioempfang verstärken. De Forest hielt das Gas für einen wesentlichen Teil des Systems. 1912 zeigten andere Ingenieure jedoch, dass die gleiche Triode im vollkommenen Vakuum viel höhere Leistungen erbringen konnte.

De Forests Leben war geprägt von Patentstreitigkeiten, Insolvenzen und vier Ehen. Für ihn waren das Radio und später auch das Fernsehen Medien, die helfen sollten, die kulturelle Vielfalt der USA in alle Haushalte zu bringen. Er ging auch selbst on air – zuerst 1907 mit einem Gespräch zur Frauenrechtsbewegung. 1910 strahlte er mit Aufnahmen von Enrico Caruso das erste Musikprogramm aus. 1916 baute er in seinen Nachrichtensender die erste Radiowerbung ein – für seine eigenen Produkte – und berichtete über die Präsidentschaftswahlen.

In den Zwanzigerjahren arbeitete er am Tonfilm und verbesserte die Arbeit von deutschen Erfindern.
De Forest gründete die De Forest Phonofilm Corporation, konnte aber zu dieser Zeit niemanden in Hollywood für seine Erfindung interessieren. Einige Jahre später entschied sich Hollywood für ein anderes Aufnahmesystem, kam aber später auf die von De Forest entwickelte Technik zurück.
1959/1960 erhielt er einen Oscar für „seine bahnbrechende Erfindung, die den Ton in die bewegten Bildern brachte“, und einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

Foto: PD

1961: Eduard Marks, deutscher Schauspieler, Schauspiellehrer und Hörspielsprecher.

Quellen:

Gijsbert Hinnen: Internationale Rundfunk- und Fernseh-Chronik (nicht mehr online)
Radio.about.com (nicht mehr online)

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