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Der 31. Oktober in der Geschichte des Radios:

Am  31. Oktober 1923  erhielt der Berliner  Wilhelm Kollhof   die erste Genehmigung zum privaten Rundfunkempfang.  Damals hatte die Deutsche Stunde ihr Programm als sogenannten Saalfunk konzipiert, der in Kino- und andere Versammlungsräume übertragen werden sollte. Sie plante zunächst kein Programm für private Empfangsgeräte. Als die Berliner Radio-Stunde (später Funk-Stunde) am 29. Oktober 1923 aus dem Vox-Haus zu senden begann, gab es deshalb offiziell noch keine privaten Zuhörer. Die Gebühren für den Empfang für ein Jahr waren wegen der Inflation gigantisch: 350 Milliarden Mark kostete Kollhof die Genehmigung für den privaten Rundfunkempfang. Kollhof, der einen Zigarrenladen in der Turmstraße 47 in Berlin-Moabit besaß, erhielt damals nach zweiwöchiger Wartezeit sein Radio und die „Genehmigungsurkunde für Rundfunkempfänger Nr. 1“. Auch 1953 besaß er noch seinen Zigarrenladen. Am 31. Oktober 1938 waren die Berichte über eine angebliche Massenpanik, die...

Der 4. November in der Geschichte des Radios:

Am  4. November 1934  veranstaltete  Eesti Raadio  das erste Hörerwunschkonzert. Die Geschichte des estnischen Rundfunks reicht bis in das Jahr 1921 zurück, als die ersten Empfangsgeräte auf den Markt kamen.  Die erste estnische Rundfunkorganisation, Osaühisus Raadio-Ringhääling , wurde am 1. November 1924 gegründet. Ihr Ziel war es, Radiokonzerte zu organisieren, Radiogeräte herzustellen und zu verkaufen und die Radiotechnik weiterzuentwickeln. Am 18. Dezember 1926 begann der reguläre Rundfunkbetrieb in Estland. Eesti Raadio produzierte die vier Hörfunkprogramme Vikerraadio, Raadio 2, Klassikaraadio und Raadio 4. Am 1. Juni 2007 ging Eesti Raadio in Eesti Rahvusringhääling (ERR) , der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt Estlands, auf. ERR hat den Auftrag, die estnische Kultur zu fördern, die Informationsbedürfnisse der Bevölkerung zu befriedigen und die staatliche Einheit zu stärken. Der Sender ist Mitglied der European Broadcasting Union (EBU). Am 4....

Der 30. Oktober in der Geschichte des Radios:

Am  30. Oktober 1938  sorgte Orson Welles mit dem Hörspiel „War of the Worlds“ für Angst und Aufregung. Viele Hörer in New York und New Jersey hielten die fingierten Nachrichten von der Landung der Marsmenschen für echt und riefen bei Polizei, Zeitungen und beim Sender an. Dabei war die literarische Vorlage zu diesem Zeitpunkt schon 40 Jahre alt. Das ländliche England wird aus heiterem Himmel von Meteoriteneinschlägen heimgesucht – so hat es am Anfang den Anschein. Später stellt sich heraus, dass es sich um Raumschiffe handelt, die vom Mars aus auf die Erde geschossen wurden. Ihnen entsteigen bald außerirdische Wesen, die mit den Menschen nichts Gutes im Sinn haben, sondern die sie alle vernichten wollen, um sich die Erde untertan zu machen. Die Geschichte, die spätestens seit Steven Spielbergs Verfilmung „Krieg der Welten“ (2005) mit Tom Cruise  jedem bekannt sein dürfte, schrieb der englische Schriftsteller H. G. Wells 1898. Buchillustration von ...

Der 29. Oktober in der Geschichte des Radios:

Am  29. Oktober 1923  startete in Berlin der erste deutsche Rundfunksender den offiziellen Sendebetrieb. Von 20 bis 21 Uhr meldete sich die „Deutsche Stunde“  mit einem Unterhaltungsprogramm aus dem Vox-Haus, da neben der Reichspost die  Vox Schallplatten- und Sprechmaschinen-AG  an dem Sender beteiligt war. Diese Stunde wird als das Geburtsdatum des deutschen Rundfunks betrachtet. Der Sender auf dem Dachboden des Hauses hatte eine Leistung von 0,25 kW und arbeitete auf der Welle 400 m.  Das Signal ging auf eine gut 30 m lange Antenne über dem Dach des Vox-Hauses; erst 1924 spannte man eine größere Antenne hinüber zum Hotel Esplanade. Die BZ am Mittag schrieb am 30.10.1923: „Drei Minuten vor acht Uhr! Alles versammelt sich im Senderaum. Erwartungsvoll beobachtet man das Vorrücken des Zeigers der Uhr … Acht Uhr! Alles schweigt. In das Mikrofon ertönen die Worte: Achtung! Hier Sendestelle Berlin Voxhaus, Welle 400. Wir bringen die kurze...

Der 28. Oktober in der Geschichte des Radios:

Am 28. Oktober 1919 gelang die erste Testübertragung für das spätere Radio Prag . Gesendet wurde sowohl Sprache wie Musik. Als Sender diente die Radiotelegrafenstation auf dem Prager Laurenziberg ( Petřín ). Es dauerte noch fast vier Jahre, bis am 18. Mai 1923 die regelmäßigen Radiosendungen in der damaligen Tschechoslowakei begannen. Sie kamen von der Rundfunkgesellschaft Radiojournal , dem Vorläufer des Tschechischen Rundfunks. Gesendet wurde aus einem Zelt in Kbely bei Prag. Am 2. August 1924 versuchte Radiojournal die erste Live-Übertragung eines Sportereignisses, einen Boxkampf auf der Prager Letná zwischen dem Tschechoslowaken František Růžička (Frank Rose) und Harry Knight. Der Reporter gab seine Eindrücke aus einer Telefonzelle nach Kbely durch, wo ein Sprecher sie den Hörern weitergab. Einen eigenen Auslandsdienst, das heutige Radio Prag International, gibt es erst seit dem 31. August 1936. Beim Prager Aufstand im Mai 1945 war der Prager Rundfunk eine „Stimme des Widerstand...

Der 27. Oktober in der Geschichte des Radios:

Am 27. Oktober 1935 veranstalteten 31 Länder eine zweistündige „Weltringsendung“ unter dem Motto „Jugend singt über die Grenze“. Auch der Deutsche Rundfunk schaltete sich auf. Die beteiligten Radiosender steuerten jeweils dreieinhalbminütige Gesangsdarbietungen bei. Der Weltrundfunkverein  (Union Internationale de Radiophonie, UIR – im Englischen oft IBU) war 1925  von europäischen Rundfunkorganisationen als privater Zusammenschluss mit Sitz in Genf gegründet worden, um auf internationaler Ebene die Rundfunkfrequenzen zu ordnen. Als Nachfolge der IRU entstanden nach dem  Zweiten Weltkrieg  die  Europäische Rundfunkunion  ( englisch   European Broadcasting Union, EBU ) und die  Internationale Rundfunkorganisation  ( französisch   Organisation Internationale de Radiodiffusion, OIR ). Groucho Marx 1931 Am  27. Oktober 1947  feierte die Quizsendung  „ You Bet Your Life “ mit Groucho Marx ihre Premiere auf der ...