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Der 28. Oktober in der Geschichte des Radios:

Am 28. Oktober 1919 gelang die erste Testübertragung für das spätere Radio Prag. Gesendet wurde sowohl Sprache wie Musik. Als Sender diente die Radiotelegrafenstation auf dem Prager Laurenziberg (Petřín).
Es dauerte noch fast vier Jahre, bis am 18. Mai 1923 die regelmäßigen Radiosendungen in der damaligen Tschechoslowakei begannen.
Zu den Höhepunkten der 100-jährigen Geschichte gehören die erste Live-Übertragung eines Sportereignisses vor 100 Jahren (ein Boxkampf), die Rolle von Radio Prag als „Stimme des Widerstands“ während des Prager Aufstands 1945 und die umfassende Berichterstattung über die Reformen des Prager Frühlings 1968 für das Ausland.
Die Geschichte des Tschechischen Rundfunks ist eng mit den politischen und gesellschaftlichen Veränderungen in der Tschechoslowakei und Tschechien verbunden. Radio Prag und Radio Prag International spielten dabei eine wichtige Rolle als Informationsquelle, Stimme des Widerstands und Propagandainstrument.



 

Am 28. Oktober 1922 gelang in den USA die erste landesweite (Coast to coast) Radioübertragung eines Footballspiels (American Football - nicht Fußball).

 

Am 28. Oktober 1928 ging Radio Ljubljana auf Sendung


Am 28. Oktober 1930 wurde über den Sender von „Radio Bern“ die erste Schulfunksendung ausgestrahlt. Die Idee zu dieser Versuchssendung hatten der Direktor des Radiostudios Bern, Kurt Schenker und der Berner Gymnasiallehrer Hans Gilomen. Ab 1932 ergänzte in der Schweiz und in Österreich Schulfunk regelmäßig den Unterricht.
Auch in anderen Ländern (USAKanadaSowjetunion usw.) gab es in den 1930er Jahren Radiosendungen für Schulen.

In Deutschland gab es bereits 1924, im Jahr nach dem Start des Rundfunks, erste Schulfunksendungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann der Schulfunk in Deutschland am 2. September 1946 mit täglichen Sendungen des Senders Leipzig des Mitteldeutschen Rundfunks.

Foto: Regieraum des Schulfunks im Haus des Berliner Rundfunks, 1946
(Bundesarchiv, Bild 183-1987-0508-500 / Schwahn / CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons).

Ab dem 28. Oktober 1951 verwendete der Bayerische Rundfunk (BR) wieder das vollständige Pausenzeichen „Solang der alte Peter“. Anlass war die vollständige Wiederherstellung der im Krieg zerstörten Kirche St. Peter in München.

Am 28. Oktober 1962 verkündete KPdSU-Chef Nikita Chruschtschow über Radio Moskau den Abzug der stationierten sowjetischen Raketen auf Kuba, nachdem sich die amerikanisch-sowjetische Krise Stunden zuvor dramatisch verschärft hatte. Der Hörfunk spielte eine Schlüsselrolle in der Beilegung der Raketenkrise, die die Welt an den Rand eines nuklearen Schlagabtausches geführt hatte. Damals bestanden keine direkten Verbindungen zwischen den Regierungen der Sowjetunion und den USA.


Am 28. Oktober 1965 nahm „Radio RSA“, vorläufig mit dem Afrikadienst, den Sendebetrieb auf. Verbreitet wurden die Programme über den 250-kW-Kurzwellensender in Blomendal (südlich von Johannesburg). Ein halbes Jahr später wurde der mehrsprachige Auslandsdienst eingeführt.

Am 28. Oktober 1986 änderte der Sender KOB-AM in Albuquerque New Mexico sein Rufzeichen in KKOB.

Die „Voice of Peace“
Am 28. Oktober 1993 versenkte der israelische Pilot, Friedensaktivist und Radiomoderator Abie Nathan sein Radioschiff Voice of Peace („Stimme des Friedens“). Der 1973 gegründete Piratensender hatte sein Programm in internationalen Gewässern des Mittelmeers von Bord eines Schiffes ausgestahlt. Mit einem ausgewogenen Musikprogramm warb der Sender 20 Jahre lang für Frieden und Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern. Finanziell unterstützt wurde er unter anderem von John Lennon. Nach der Unterzeichnung des Osloer Friedensabkommens hielt Nathan die Mission des Senders für erfüllt und stellte den Sendebetrieb ein. 1997 erhielt Abie Nathan den Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis.

Quellen:

Gijsbert Hinnen: Internationale Rundfunk- und Fernseh-Chronik (nicht mehr online)

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