In der erfolgreichen Rateshow stellte Quizmaster Joe Kelly in der halbstündigen Sendung einer Gruppe von Kindern Fragen, die von Hörern eingereicht worden waren. Seine Assistentinnen Eliza Hickok und Rachel Stevenson recherchierten die richtigen Antworten.
Kelly betonte stets, dass er nicht sehr gebildet war und er ohne seine Moderationskarten keine einzige der Fragen hätte korrekt beantworten können. Dennoch führte er souverän und freundlich durch die Sendung und stellte die Kinder immer in den Mittelpunkt.
Das Rateteam der ersten Sendung bildeten der siebenjährige Gerard Darrow, Mary Ann Anderson, Joan Bishop, Van Dyke Tiers und Charles Schwartz. Die fünf Kinder waren aufgrund ihrer hohen Intelligenzquotienten ausgesucht worden. Sie mussten sich für die Wissenschaft interessieren und auf die Hörer sympathisch wirken. Sicheres Auftreten, Schnelligkeit und ein feiner Sinn für Humor waren weitere Kriterien für dieses Casting.
Die Rateteams wechselten jede Woche. Die drei besten Ratefüchse mussten sich in der folgenden Woche zwei neuen Herausforderern stellen. Die Verlierer der Vorrunden durften später auch wieder mitmachen. Spätestens mit Erreichen des sechzehnten Lebensjahres mussten die Quiz-Kids aus der Sendung ausscheiden.
Im Lauf der Jahre wirkten Hunderte Kinder in der Sendung mit. Sie alle hatten einen durchschnittlichen Intelligenzquotienten von 160. Ruth Duskin war sogar auf einen IQ höher als 200 getestet worden. 1982 veröffentlichte sie ein Buch über die Quiz Kids.
Viele dieser Ratekinder sind später Berühmtheiten geworden, so etwa der Medizinnobelpreisträger James Watson, die Schauspielerin Vanessa Brown, der Schauspieler Robert Easton oder STAR TREK-Produzent Harve Bennett. Eine Liste in englischer Sprache über die Karrieren der Quiz Kids gibt es hier.
Historische Quiz Kids-Sendungen zum Nachhören sind hier zu finden. Auffällig sind die Alkaselzer-Spots. Die Firma war Hauptsponsor der Sendung.
Weitere Ereignisse aus der Radiogeschichte:
Am 11. November 1903 wurde das Telefunken Warenzeichen eingetragen.
Am 11. November 1927 verbreitete die BBC über den Sender Chelmsford auf Kurzwelle Testsendungen über das ganze britische Empire.
Am 11. November 1928 starteten mehrere Sender in den USA gleichzeitig den Sendebetrieb: WGL-AM, Fort Wayne, Indiana, WMT-AM, Cedar Rapids, Iowa, und WOL-AM, Washington, D. C.
Am 11. November 1934 wurde aus dem Sender WOC-AM, Davenport, Iowa, die neue Radiostation KICK-AM.
Am 11. November 1938 sang die Sängerin und Radio-/TV-Moderatorin Kate Smith „God Bless America“ von Irving Berlin erstmals USA-weit über die Senderketten der großen Radio-Networks. Irving Berlin hatte die ursprüngliche Melodie als Reaktion auf Hitlers Aktivitäten geändert, und Kate Smith sang sie zum ersten Mal im Radio. Sie war bekannt für ihre kraftvolle Alt-Stimme und wurde sowohl als „The First Lady of Radio“ als auch als „The Songbird of the South“ bezeichnet.
Ihre Karriere erstreckte sich über mehrere Jahrzehnte und verschiedene Medien, darunter Vaudeville, Radio und Fernsehen.
Smith begann ihre Vaudeville-Karriere im Jahr 1926. Zu dieser Zeit wurde sie oft wegen ihres Gewichts verspottet, aber ihr Gesangstalent war unbestreitbar. 1930 wurde sie von Ted Collins entdeckt, der ihr Manager und Partner wurde. Collins half ihr, ihre Unsicherheiten zu überwinden, und verhalf ihr zu einer Radiokarriere.
In den 1930er Jahren wurde Smith durch ihre Radiosendungen zu einem nationalen Star. Sie sang eine Vielzahl von Liedern, darunter populäre Hits und patriotische Hymnen. Ihr Markenzeichen wurde das Lied „When the Moon Comes over the Mountain“.
Im Jahr 1940 galt sie als die bestbezahlte Frau in der Radioindustrie.
1999 wurde sie posthum in die Radio-Hall-of-Fame aufgenommen. Ein Stern auf dem Hollywood Walk of Fame erinnert an Kate Smith. Aufgrund ihrer kulturellen und historischen Bedeutung für die Vereinigten Staaten wurde die Radio-Premiere von „God Bless America“, gesungen von Kate Smith, am 27. Januar 2003 in die National Recording Registry der Library of Congress aufgenommen.
Am 11. November 1941 meldete sich aus Ufa am Westrand des Urals der Sender „Freies Radio Jugoslawien“ (Slobodna Jugoslavija) über Kurzwelle. Er unterstützte hauptsächlich die auf dem Territorium der früheren jugoslawischen Monarchie unter Josip Broz Tito operierenden Widerstandskämpfer.
Am 11. November 1965 wurde in Rhodesien (Zimbabwe) die „Rhodesia Broadcasting Corporation“ gegründet.
Am 11. November 1973 wurde der Rundfunk in Bhutan verwirklicht. Anlass war der Geburtstag des Königs Jingme Dorji Wangchuk. Jeden Sonntag strahlte der 400-Watt-Sender von „Radio Nacional Youth Association of Bhutan“ (NYAB) ein einstündiges Programm auf 7040 kHz aus.
Geburtstag:
Am 11. November 1902 wurde der US-amerikanische Radiomoderator und Produzent Webley Edwards geboren. Er war der erste Radiosprecher, der Japans Angriff auf Pearl Harbor übertrug, und sprach den bekannten Aufruf ins Mikrofon: „Attention. This is no exercise. The Japanese are attacking Pearl Harbor!.... All Army, Navy and Marine personnel to report to duty“. (Übersetzt: „Achtung, das ist keine Übung – die Japaner greifen Pearl Harbor an! Alle Soldaten von Armee und Marine sind ab sofort im Dienst!“).
Während des 2. Weltkrieges arbeitete Edwards als Korrespondent und Kriegsberichterstatter. Für CBS-Radio führte er das erste Interview mit dem Piloten Paul Tibbets, der die erste Atombombe auf Hiroshima abgeworfen hatte. Edwards war einer der beiden Radioreporter, die dabei sein durften, als an Bord des Schlachtschiffes USS Missouri die Kapitulation Japans gefeiert wurde.
Nach dem Krieg arbeitete Edwards für die Sendung „Hawaii Calls“, schrieb Songtexte und wurde ein einflussreicher Musikproduzent.
Nekrolog:
Am 11. November 1973 starb der US-amerikanische Journalist und Hörfunkmoderator James Abbe 90-jährig in San Francisco. Nach dem Krieg war er Nachrichtenkommentator beim Radio in der Bucht von San Francisco.
Am 11. November 2003 starb der Schauspieler und Radiosprecher Art Carney. Obwohl er erst durch seine Fernsehrolle als „Ed Norton“ bei „The Honeymooners“ richtig berühmt wurde, kannten ihn viele Radiohörer in den 1930er Jahren auch durch seine Sprechrollen in Hörspielserien wie die wöchentliche Sendung „Gangbusters“ und als Mitglied der Sprechergruppe „The March of Time“. Auch zwischen 1942 und 1949 war er regelmäßig im Radio zu hören.
Foto: PD
Am
11. November 2004 starb der deutsche
Radiomoderator Uwe Arkuszewski 42-jährig in Henstedt-Ulzburg.
Quellen:
Gijsbert
Hinnen: Internationale Rundfunk- und Fernseh-Chronik (nicht mehr online)
Radio.about.com (nicht mehr online)


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