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Der 1. November in der Geschichte des Radios:

  
Am 1. November 1925 gründete sich in Amsterdam VARA, die „Vereeniging van Arbeiders Radio Amateurs“ (Vereinigung der Arbeiter-Radioamateure). 1957 wurde der Name in „Omroepvereniging VARA“ geändert und ist keine Abkürzung mehr.
Zu Beginn war VARA streng sozialistisch orientiert und hatte enge Kontakte zur „Sociaal Democratische Arbeiders Partij“ (SDAP) (bis 1941) und zur Partij van de Arbeid (nach 1945). Viele bekannte Parteifunktionäre waren im Vorstand der VARA. Anfangs sendete die VARA nur acht Stunden Programm in der Woche. Aufgrund des Dilettantismus wurde die Abkürzung von der AVRO als „Van Armoe Rammelt Alles“ (etwa: Aus Armut macht man alles, wörtlich: Die Armut schüttelt alles) verspottet.
Unter dem Vorsitz von Marcel van Dam, der 1986 begann, wurde die VARA jedoch radikal umgebaut. Die Hörfunksparte wurde stark verkleinert und neue Mitarbeiter bekamen nur noch Zeitverträge.  Am 1. Januar 2014 wurde die Fusion mit BNN wirksam, seitdem existiert die VARA als eigenständiger Rundfunk nicht mehr.

Am 1. November 1925 übertrug die West­deutsche Funk­stunde als erster deutscher Hörfunk­sender ein Fußball­spiel live im Radio. Die Reportage vom Meisterschaftsspiel des SC Preußen Münster gegen Arminia Bielefeld kommentierte Bern­hard Ernst.

Max Grundig kündigte am 1. November 1930 seine Stellung, um sich mit einem Radiogeschäft in Fürth selbstständig zu machen. Nur mit Mühe konnte er seine Mutter überreden, wie vom Vermieter gefordert, den Mietvertrag als Bürge zu unterschreiben. Zusammen mit seinem Teilhaber Max Wurzer eröffnete er am 15. November 1930 die Fa. RADIO-VERTRIEB FÜRTH, Grundig & Wurzer OHG, in der Sternstraße 4 in Fürth, gleich gegenüber dem Geschäft, das die Eltern des späteren Bundeskanzlers Ludwig Erhard betrieben. 1934 zog er in größere Geschäftsräume um und verkaufte Radiogeräte aller damals beliebten Hersteller, Schallplatten, Plattenspieler, Batterien und Zubehör. Daneben reparierte er Wechsel- und Gleichstromtransformatoren auf speziellen Drahtwickelmaschinen und produzierte bald auch Neuware zum Verkauf an andere Radiohändler.


Foto: Vater von Superikonoskop – Urheberrechte bei Superikonoskop (Sammlung Superikonoskop) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons.


Am 1. November 1937 strahlte CBS Radio die Seifenoper „Hilltop House“ von  Edward Wolf aus. Die letzte Folge lief 1957. Bei Old Time Radio kann man eine Folge anhören.

Am 1. November 1946 erhielten die ursprünglichen Besitzer von „Radio Luxembourg“, die „Compagnie Luxembourgeoise de Radiodiffusion“, ihren Sender zurück. In den Kriegsjahren stand der Sender zuerst unter deutscher, dann unter amerikanischer Obhut.

Am 1. November 1946 wurde WABC, New York, zu WCBS.

 

Am 1. November 1946 änderte WEAF, New York, sein Rufzeichen in WNBC.

 

Am 1. November 1954 rief die FLN die algerische Bevölkerung per Hörfunk zum Widerstand gegen die Kolonialmacht Frankreich auf. So brach der algerische Unabhängigkeitskrieg aus.

 

Am 1. November 1964 begann die ARD mit der Ausstrahlung gemeinsamer Hörfunkprogramme für ausländische Bürger. Das tägliche Gastarbeiterprogramm wurde vom BR und WDR produziert und von den meisten anderen ARD-Anstalten übernommen. Gesendet wurde in den Sprachen der größten Migrantengruppen, darunter Italienisch, Griechisch, Türkisch und verschiedene jugoslawische Sprachen.

Die Sendungen sollten den Kontakt in die Herkunftsländer aufrechterhalten und als „Orientierungshilfe für eine mögliche Rückkehr“ dienen.

Die Sendungen der ARD waren auch im Ausland relevant und führten mitunter zu diplomatischen Konflikten, etwa während der Franco-Diktatur in Spanien und der Militärjunta in Griechenland.

Durch Satellitendirektempfang, Kabelfernsehen und Privatfernsehen verlor der Hörfunk an Bedeutung. Die Einschaltquoten sanken und das gemeinsame Ausländerprogramm der ARD endete 2002.

Ab 2003 wurde Integration zu einer „Querschnittsaufgabe“ der ARD erklärt, die sich im gesamten Programm niederschlagen sollte.

Im Laufe der Zeit hat die ARD ihren Ansatz von einem Gastarbeiterprogramm zu einem integrativen Ansatz weiterentwickelt, der die Vielfalt der deutschen Gesellschaft widerspiegeln soll.



Am 1. November 1964 wurde SDR 3 ursprünglich als so genanntes Gastarbeiterprogramm des Süddeutschen Rundfunks gegründet, das hauptsächlich in Köln und München produzierte Sendungen des Westdeutschen und Bayerischen Rundfunks übernahm.

Am 1. November 1974 ging die erste Sendung aus Manzini, der größten Stadt des südostafrikanischen Königreichs Swasiland, über den Äther. Seit mittlerweile 50 Jahren strahlt die internationale Radiomission TWR aus dem südlichen Afrika christliche Programme aus.

Am 1. November 1981 war Udo Huber erstmals als Moderator der Ö3-Hitparade Hit wähl mit zu hören.

 

Am 1. November 1993 wurde Atlantic Radio – ein Konglomerat von 20 Radiosendern – zu American Radio Systems.

 

Am 1. November 2001 ging Nordwestradio, der gemeinsame Kultur- und Informationssender von NDR und Radio Bremen auf Sendung. Am 12. August 2017 wurde es von Bremen Zwei abgelöst.

 

Am 1. November 2001 übernahm Bremen Eins das Nachtprogramm von SWR1 anstelle des ARD-Nachtexpresses.


Am 1. November 2009 sendete Ö1 die erste Ausgabe des von Martin Puntigam, Maria Hofstätter, Thomas Maurer, Robert Palfrader und Hosea Ratschiller gestalteten Satiremagazins Welt Ahoi! Bereits die erste Sendung löste heftige Reaktionen unter den Hörern von Ö1 aus. Sie wurde an einem Sonntagvormittag auf dem Sendeplatz der im Sommer eingestellten Kabarettsendung Der Guglhupf ausgestrahlt.

 

Am 1. November 2019 übernahm auch MDR Jump die von SWR3 produzierte ARD-Popnacht.

 

Am 1. November 2021 startet voraussichtlich das Projekt „Open GPT-X“ mit einer Laufzeit von drei Jahren. Das Gesamtvolumen liegt bei 19 Millionen Euro.

 

Nekrolog:

 

Am 1. November 1973 starb der US-amerikanische Journalist und Hörfunkmoderator James Abbe 90-jährig in San Francisco.

 

Quellen:

 

Gijsbert Hinnen: Internationale Rundfunk- und Fernseh-Chronik (nicht mehr online)

Radio.about.com (nicht mehr online)

Wikipedia

Westfälische Nachrichten

WAS IST WAS

Trans World Radio

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