Der 3. Februar in der Geschichte des Radios:
Am 3. Februar 1927 unterzeichnete US-Präsident Calvin Coolidge
ein Gesetz, das die Radionutzung in den Vereinigten Staaten regeln sollte, den Radio Act of 1927. Daraufhin wurde am 23. Februar 1927 die Federal Radio Commission gegründet. Sie war bis 1934 der Vorläufer der
bundesstaatlichen Aufsichtsbehörde für das Rundfunk- und Fernmeldewesen in den
USA, der Federal Communications Commission.
Am 3. Februar 1927 unterzeichnete US-Präsident Calvin Coolidge
ein Gesetz, das die Radionutzung in den Vereinigten Staaten regeln sollte, den Radio Act of 1927. Daraufhin wurde am 23. Februar 1927 die Federal Radio Commission gegründet. Sie war bis 1934 der Vorläufer der
bundesstaatlichen Aufsichtsbehörde für das Rundfunk- und Fernmeldewesen in den
USA, der Federal Communications Commission.
Hintergrund des
Radio Acts war damals die starke Nachfrage nach Rundfunkfrequenzen. Die Politik
sah hier Regelungsbedarf, weil nicht jeder Interessent eine Sendegenehmigung
erhalten konnte. Hätte jeder auf den limitierten Frequenzen senden dürfen, wäre
ein Chaos im Äther entstanden.
Die aus fünf
Personen bestehende Radiokommission durfte Radiofrequenzen vergeben und
verweigern. Außerdem legte sie die Rahmenbedingungen für jede der vergebenen
Frequenzen fest, so auch die Stärke der verwendeten Sender. Die Behörde durfte
allerdings weder in die Programmgestaltung eingreifen, noch die Inhalte
zensieren.
Sie
hatte auch keine Gewalt über die neu entstehenden Radionetzwerke wie NBC und wenig
später CBS, die damals schon damit anfingen, den Radiomarkt zu dominieren.
Auch Werbeinhalte
durfte die Kommission nicht beeinflussen oder kontrollieren. Allerdings gab es
klare Regeln für politische Wahlkämpfe: Hier musste jedem Kandidaten die
gleiche Sendezeit eingeräumt werden. Verstöße gegen diese Regel konnte mit
Lizenzentzug oder Geldbußen bestraft werden.
Der Radio Act von
1927 teilte die Vereinigten Staaten in fünf geografische Zonen auf. Jedes der
fünf Kommissionsmitglieder war für eine dieser Zonen zuständig.
Obwohl ursprünglich
nur für das Radio zuständig, vergab die Radio Commission auch die ersten
TV-Lizenzen. Mit dem Radio Act von 1934 ging die Radio Commission in der Federal Communications Commission auf. Sie
regelt seitdem die Verbreitung von Programmen über Rundfunk, Satellit und
Kabel.
Eine Behörde wie die
FCC gibt es in Europa nicht. Stattdessen regeln Rahmenabkommen der Europäischen
Kommission mit den nationalen Regulationsbehörden, die sich in der European
Regulators Group (ERG) organisiert haben, Standards in Europa.
Foto: „Calvin
Coolidge – NARA - 532050“ – U.S.
National Archives and Records Administration. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.
Am 3. Februar 1959 kamen bei einem Flugzeugabsturz über einem Kornfeld
in Iowa der Pilot sowie die an Bord befindlichen
Musiker Buddy Holly, Ritchie Valens und
The Big Bopper ums Leben. Das Unglück wurde Jahre später durch den Song American Pie von Don McLean in der darin vorkommenden Phrase The Day The Music Died
verarbeitet.
Am 3. Februar 1965 wurde in Nürnberg die Schule für Rundfunktechnik (SRT) eingeweiht. Die Bildungseinrichtung
war 1964 als eine Stiftung gegründet worden. Zu den Stiftern zählen heute die
Rundfunkanstalten der ARD,
das ZDF, DeutschlandRadio und Deutsche Welle.
Zusammen mit der
Schule war auf dem Gelände des Studios Nürnberg an der Wallensteinstraße auch
das neue Haus der Rundfunk-Betriebstechnik
übergeben worden, das damals die Geräte, Antennen und Sender von sechs
Anstalten überprüfte.
Zum 1.
Januar 2007 ging die Schule für Rundfunktechnik in die ARD.ZDF medienakademie über, einen
Zusammenschluss von ZFP und
der Schule für Rundfunktechnik in Nürnberg. Grund dafür waren weniger
Sparbemühungen der Öffentlich-Rechtlichen, sondern die fortschreitende
Annäherung von Technik, Produktion und Programm.
Am 3. Februar 1986 gingen mit der Neuen Welle
Franken auf 91,9 MHz und Radio F auf 103,1 MHz die ersten privaten Radiosender
im Breitbandkabelnetz Nürnberg auf Sendung.
Am 3. Februar 2008 erhielt der Featureautor
beim ehemaligen SFB in Berlin, Helmut Kopetzky, den zum ersten Mal vergebenen und mit 10.000
Euro dotierten Axel-Eggebrecht-Preis als Anerkennung für
sein Lebenswerk.
Am 3. Februar 2017 schaltete Radio Bremen sein
neues Jugendangebot Bremen Next in
Bremen und Bremerhaven auf den ehemaligen UKW-Frequenzen des Programms COSMO (vormals Funkhaus Europa) auf. COSMO war von da an in
Bremen und Bremerhaven nur noch auf schwachen Füllsenderfrequenzen zu hören.
Geburtstage:
Am
3. Februar 1951 wurde die deutsche Autorin,
Journalistin und Hörfunkmoderatorin Hanne Kulessa in Loxstedt geboren († 24. Juli 2022).
Nekrolog:
Am 3. Februar 2002 starb der deutsche Schauspieler,
Hörspiel-,
Synchronsprecher
und Filmregisseur
Hans Paetsch (* 7. Dezember
1909)
in Hamburg.
Mit seiner warmen und sonoren Stimme
war er der Märchen-Onkel von Generationen. Allein über 100 Märchen spielte er im
Laufe seiner Jahrzehnte als Hörbuchsprecher ein.
Am 3. Februar 2016 starb Joe Alaskey, US-amerikanischer Synchronsprecher (vor allem der Looney-Tunes-Figuren Daffy Duck und Bugs Bunny), im Alter von 63 Jahren.
Quellen:
Radio.about.com (nicht mehr online)


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