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Radio-Geschichte. 10. Februar:

Der 10. Februar in der Geschichte des Radios:

Am 10. Februar 1947 formierte sich die Netherlands Radio Union (NRU). Nach mehreren gescheiterten Versuchen, in den Niederlanden ein öffentlich-rechtliches Rundfunksystem zu etablieren, entstand eine Vereinigung verschiedener Anbieter, die einander unterstützen. 
So produziert der Publieke Omroep nicht selbst, sondern strahlt die Sendungen der Rundfunkgesellschaften aus. Im Gegensatz zu den deutschen Rundfunkanstalten sind diese nicht regionale Anstalten, sondern Gesellschaften, die eine bestimmte Bevölkerungsgruppe repräsentieren und eine bestimmte Grundtendenz haben. Sie sind oft in die Rechtsform eines Vereins oder einer Stiftung gefasst. So repräsentieren manche Sender religiöse Gemeinschaften, andere vertreten etwa gewerkschaftliche Ziele. Das Rahmenprogramm liefern die Nederlandse Omroep Stichting (NOS) und die NTR. Während die NOS die Bereitstellung von Nachrichten, Sport und allgemeinen Informationen als gesetzlichen Auftrag hat, sind die Schwerpunkte der NTR die Bereiche Information, Bildung und Kultur. Am 19. August 2014 bekamen alle Radio- und Fernsehsender der NPO mit Ausnahme von FunX den Zusatz NPO im Namen.

Am 10. Februar 2004 verkündete Rick Dees, dass er nach 22 Jahren die Morgensendung von KIIS-FM, Los Angeles, verlassen werde.

Rick Dees wurde 1976 mit seinem Song „Disco Duck“ berühmt und erreichte damit Platz 1 der US-amerikanischen Singlehitparade. Von 1982 bis 2004 moderierte er die Morningshow der Radiostation KIIS-FM in Los Angeles. Seit 1983 ist er außerdem Moderator der wöchentlichen Chartshow Rick Dees Weekly Top 40, die in drei verschiedenen Formaten auf ungefähr 350 US-Radiostationen sowie im Internet als Stream und Podcast ausgestrahlt wird.
Im September 2006 begann er die Morgensendung von Movin' 93-9 FM in Los Angeles zu moderieren. Nach zweieinhalb Jahren beendete er diese Tätigkeit im April 2009.

1999 wurde er in die Radio Hall of Fame aufgenommen und mit dem People’s Choice Award ausgezeichnet. Zudem ist ihm ein Stern auf dem Hollywood Walk of Fame gewidmet.

Rick Dees auf YouTube:


Am 10. Februar 2017 verkündete die irische RTÉ, dass sie auf politischen Druck hin „mindestens bis 2019“ weiter auf 252 kHz senden werde. Dagegen hatten andere Rundfunkanstalten ihre Programme auf Langwelle schrittweise eingestellt. Zu den Hörern zählten vorwiegend irische Auswanderer in Großbritannien, die dort häufig in prekären Verhältnissen lebten.

Geburtstage:


Am 10. Februar 1898 wurde der deutsche Dramatiker und Medientheoretiker Bertolt Brecht in Augsburg geboren.



Am 10. Februar 1902 wurde der US-amerikanische Physiker und Nobelpreisträger Walter Brattain  in China als Sohn eines US-amerikanischen Lehrers geboren.
Zusammen mit John Bardeen entwickelte er den Punktkontakttransistor.
Brattain erhielt 1956 zusammen mit William B. Shockley und John Bardeen den Nobelpreis für Physik „für ihre Untersuchungen über Halbleiter und ihre Entdeckung des Transistoreffekts“.

Foto: „Brattain“ von Nobel foundation. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.


Am 10. Februar 1921 wurde der deutsche Entertainer  Heinz Quermann in Hannover geboren († 2003).

Am 10. Februar 1936 wurde der schottische Hörfunksprecher James Alexander Gordon geboren.

Am 10. Februar 1960 wurde der Countrysänger Lionel Cartwright in Ohio geboren. Berühmt wurde er durch den Song "I Watched it all (on my Radio)".

Nekrolog:

Am 10. Februar 1987 ist der deutsche Moderator und Entertainer Hans Rosenthal im Alter von 61 Jahren an Magenkrebs gestorben.
1945 machte er eine Ausbildung beim Berliner Rundfunk, wo er danach als Regieassistent arbeitete und das erste Hörspiel Nathan der Weise betreute. Zeitweise war er auch im Betriebsrat des Berliner Rundfunks tätig, dies führte jedoch zunehmend zu Konflikten mit den Aufsichtsgremien der sowjetisch gesteuerten Rundfunkanstalt. Deshalb ging Rosenthal im Jahre 1948 in die Westsektoren und wechselte zum RIAS, wo er zunächst als Aufnahmeleiter und Unterhaltungsredakteur seine Rundfunkkarriere startete. Er wurde schließlich einer der beliebtesten deutschen Quizmaster von Unterhaltungssendungen im Hörfunk. Beim RIAS Berlin gestaltete er in den 1950er bis 1980er Jahren Rate- und Unterhaltungssendungen, die er auch meistens selbst entwarf. Dazu gehören Allein gegen alleWer fragt, gewinntKleine Leute – große Klasse,Das klingende SonntagsrätselSpaß muß seinOpas Schlagerfestival (in Doppelconference mit Günter Neumann), Da ist man sprachlosFrag mich wasDie Rückblende und Günter Neumann und seine Insulaner (anfangs als Aufnahmeleiter, später als Regisseur), Spiel über Grenzen und im Fernsehen Gut gefragt ist halb gewonnenDalli Dalli sowie Rate mal mit RosenthalKO OKAlles mit MusikEins plus eins gegen zwei,Erinnern Sie sich noch?Gefragt – Gewusst – GewonnenMal seh’n, was uns blühtQuizparadeHans Rosenthal stellt vorZug um ZugBitte zur Kasse und Das Schlagerfestival der 20er Jahre (in Doppelconference abwechselnd mit Axel von Ambesser und Theo Lingen) im ZDF. 1960 war er für ein Jahr Unterhaltungschef bei Bavaria Film. 1962 wurde er Abteilungsleiter Unterhaltung beim RIAS.
Bekannt wurde er durch die Moderation der ZDF-Sendung Dalli Dalli und seine wiederkehrende Frage an das Publikum „Sie sind der Meinung, das war …?“, worauf das Publikum stets begeistert „Spitze!“ rief, während Rosenthal einen – im Fernsehbild kurz „eingefrorenen“ – Luftsprung vollführte, der sein Markenzeichen wurde.
Zwei von Rosenthal begründete Hörfunk-Sendereihen laufen weiterhin im Deutschlandradio Kultur. Es ist die Reihe Sonntagsrätsel (früher: Das klingende Sonntagsrätsel), die sonntags mit Uwe Wohlmacher als Moderator ausgestrahlt wird, und das Städtequiz Allein gegen alle, das im Rahmen der Reihe Aus den Archiven einmal im Monat gesendet wird.


Am 10. Februar 2009 ist die österreichische Hörfunkmoderatorin Ida Weiss 83-jährig in Klagenfurt am Wörthersee gestorben.


Am 10. Februar 2022 ist die deutsche Rundfunk- und Werbesprecherin Franziska Knost in Köln gestorben.

 

Quellen:


Radio.about.com (nicht mehr online)

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