Direkt zum Hauptbereich

Radio-Geschichte. 28. Februar:

Der 28. Februar in der Geschichte des Radios:

Am 28. Februar 1922 begann KHQ-AM, Spokane, Washington, zu senden. Der Sender stellte am 7. Oktober 1985 den Sendebetrieb ein.

Am 28. Februar 1949 (Rosenmontag) um 16.30 Uhr nahm der erste regulär betriebene UKW-Sender Europas seinen Betrieb auf. Mit 250 Watt wurde auf 90,1 MHz das Programm des Bayerischen Rundfunks ausgestrahlt, wobei eine 3-Element-Yagi-Antenne an einem 110 m hohen Stahlgittermast beim Funkhaus in München-Freimann verwendet wurde. Heute ist der von „Rhode & Schwarz“ hergestellte Sender als Museumsstück in der Sendeanlage Ismaning ausgestellt.

Am 28. Februar 1952 strahlten US-amerikanische Radio-Senderketten eine 30-minütige Adaption des Kinofilms The Bride Goes Wild aus dem Jahr 1948 aus. Das Hörspiel lief in der Reihe Stars in the Air. Die Hauptrollen sprachen Dick Powell und June Allyson, die diese Rolle bereits im Film gespielt hatte.


Abie Nathans „Shalom 1“
Am 28. Februar 1966 landete der israelische Pilot, Friedensaktivist und Radiomoderator Abie Nathan mit seinem Flugzeug Shalom 1 in Ägypten und wurde festgenommen. Dieser „Friedensflug“ änderte sein ganzes Leben. Zurück in Israel beschloss er, sich ganz der Arbeit für den Frieden zu widmen. 1973 gründete er die Radiostation Voice of Peace („Stimme des Friedens“). Mehr darüber kann im Kalenderblatt zum 6. November nachgelesen werden.

Foto:  Moshe Pridan, GPO (Israel National Photo Collection) [Public Domain], via Wikimedia Commons.

Am 28. Februar 1968 meldete sich der Piratensender Hauraki vor der Küste Neuseelands zurück. Namensgeber war der Hauraki-Golf, eine große Bucht im Nordwesten der Nordinsel.

Am 28. Februar 2006 verklagte CBS Radio Howard Stern, seine Agenten, seine Firma und SIRIUS Satellite Radio wegen angeblicher Vertragsverletzungen. Hintergrund der Klage dürfte Sterns Wechsel zu SIRIUS im Januar 2006 gewesen sein. Das Satellitenradio hatte ihm einen mit 500 Millionen US-Dollar dotierten Fünf-Jahres-Vertrag angeboten.

Foto: Bill Norton (Howard Stern) CC-BY-2.0 , via Wikimedia Commons

Geburtstage:

Am 28. Februar 1909 wurde der US-amerikanische Schauspieler und Sprecher Olan Soule geboren. Ab 1933 war er in vielen Radiosoaps und Dramaserien zu hören. Unter anderem war er die Stimme von Batman in der gleichnamigen Zeichentrickserie.

Am 28. Februar 1950 wurde der deutsche Medienwissenschaftler Wolfgang Hagen in Bedburg geboren (+2022).

Nekrolog:

Am 28. Februar 1968 starb die US-amerikanische Schauspielerin Juanita Hall im Alter von 67 Jahren nach langer Krankheit. Neben Musical- und Kinorollen spielte sie auch in der Radiosoap The Story of Ruby Valentine, die über das „National Negro Network“ verbreitet wurde. Mehr dazu steht im Kalenderblatt vom 20. Januar.

Am 28. Februar 1985 starb die US-amerikanische Seriendarstellerin Charita Bauer 62-jährig in New York City.

 

Am 28. Februar 1993 starb Karl Richard Tschon, deutscher Schriftsteller und Autor zahlreicher Hörspiele 69-jährig in München.


Am 28. Februar 2004 ist der US-amerikanische Radiomoderator Ken „Hubcap“ Carter im Alter von 60 Jahren gestorben. Er bezeichnete sich selbst als den „Semi-Beinahe-König des Rock ’n’ Roll“ und moderierte unter anderem für die Sender KAAM (besser bekannt als „K-Double-A-M“) und KLUV (K-Love), beide im Dallas/Fort Worth Metroplex.



Am 28. Februar 2009 ist der US-amerikanische Radiomoderator Paul Harvey gestorben. In seinen besten Zeiten übertrugen 1200 Radiostationen Paul Harveys Sendung „News and Comment“. Er erreichte 24 Millionen Hörerinnen und Hörer. Die Sendung lief von 1951 bis zu Harveys Tod im Jahr 2009. Mehr über ihn ist im Kalenderblatt vom 4. September zu finden.






Quellen:
Radio.about.com (nicht mehr online)
Radiojournal

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Der 24. Oktober in der Geschichte des Radios:

Am 24. Oktober 1923 proklamierte der deutsche Reichspostminister die "Einführung eines Unterhaltungs-Rundfunks". Vallée (Mitte) mit  Olsen u. Johnson Am  24. Oktober 1929  strahlte NBC die erste Folge der " Fleischmann's Yeast Hour " (in deutscher Übersetzung "Fleischmanns Hefe-Stunde") aus. Die Sendung wurde von der NBC-Programmchefin  Bertha Brainard  ins Leben gerufen. Sie überredete den Bandleader und Sänger Rudy Vallée, die Show zu moderieren. Bei den Hörern kam das Konzept so gut an, dass die Show Jahr für Jahr in der Top-5 der meistgehörten Radiosendungen dieser Zeit zu finden war. Gastgeber Vallée scharte einen festen Stamm um sich und moderierte das Musical- und Varieté-Programm    zusammen mit Ole Olsen und Chic Johnson (1932), gefolgt von Tom Howard und George Shelton (1935). In kleineren Funktionen gehörten auch Schauspieler Will Aubrey (1892-1958) und der Charakterdarsteller Henry Armetta (1888-1945) zur Show. Auf Vallées ...

Willkommen im Radio-Almanach

Seit 2014 sammle ich hier Geschichten aus mehr als 100 Jahren Radiogeschichte – für jeden Tag im Jahr ein eigenes Kalenderblatt: 366 Seiten voller Ereignisse, Sender, Pioniere und Kuriositäten rund um den Rundfunk. Jeden Tag erscheint automatisch oben auf dieser Seite das passende Kalenderblatt zum heutigen Datum. Wer stöbern möchte, findet im Register alle 366 Einträge auf einen Blick. Passend dazu gibt es auch einen YouTube-Kanal, auf dem ich – so oft es zeitlich klappt – kurze Videos zu einzelnen Ereignissen der Radiogeschichte zeige. Etwa dieses hier: Viel Freude beim Stöbern in der Geschichte des Radios! Roland

Der 1. August in der Geschichte des Radios:

Am  1. August 1922  wurde in Berlin der „Deutsche Wirtschaftsrundfunk“ offiziell in Betrieb genommen. Die Empfangsgeräte wurden den Teilnehmern nur geliehen, nicht verkauft. Am  1. August 1927  wurde das „Heinrich Hertz-Institut“ für Schwingungsforschung in Berlin-Charlottenburg gegründet. Am  1. August 1928  eröffnete die Kuomintang-Partei im vorkommunistischen China die „ Central Broadcasting Station “. Fünf Jahre später wird der 75-kW-Kurzwellensender in Betrieb genommen. 1932 gehören ganz China und ein großer Teil von Asien zum Empfangsgebiet. Am 1. August 1934 startete der „Schweizerische Kurzwellendienst“ . Die „Schweizerische Rundspruchgesellschaft“ mietet für eine einmalige Sendung den Völkerbundsender in Prangins. Ein auf Stahlband aufgezeichnetes Programm vom „Studio Bern“ wurde nach Südamerika ausgestrahlt. Am 1. August 1935 begann der portugiesische Staatssender „Emissora Nacional de Radiodifusao“ in Lissabon mit r...