Direkt zum Hauptbereich

Radio-Geschichte. 16. Dezember:

Der 16. Dezember in der Geschichte des Radios:

Am 16. Dezember 1907 ging die Opernsängerin Eugenia H. Farrar in die Radiogeschichte ein. Sie war die erste Sängerin, deren Gesang im Radio ausgestrahlt wurde. Die Sendung entstand in Lee DeForest's Radiolabor in Manhattan. Für ihn waren das Radio und später auch das Fernsehen Medien, die helfen sollten, die kulturelle Vielfalt der USA in alle Haushalte zu bringen. Er ging auch selbst On Air - zuerst 1907 mit einem Gespräch zur Frauenrechtsbewegung. 1910 strahlte er mit Aufnahmen von Enrico Caruso das erste Musikprogramm aus. 1916 baute er in seinen Nachrichtensender die erste Radiowerbung ein - für seine eigenen Produkte - und berichtete über die Präsidentschaftswahlen.

Am 16. Dezember 1926 startete die Radiostation  WOW-AM, Omaha, Nebraska den Sendebetrieb.

Am 16. Dezember 1929 gehörten die vorher bei der RAVAG versuchsweise eingeführten Schallplattensendungen zum festen Programmteil dieser österreichischen Rundfunkgesellschaft.

Am 16. Dezember 1956 begannen die Schweizer Sender Bantiger, St. Chrischona, Üetliberg, La Dôle und Monte Ceneri mit der Verbreitung des von den Hörern schon lange gewünschten Kontrastprogramms zum Landessenderprogramm. Das zweite - ausschliesslich auf UKW empfangbare - Programm startete um 16.30 Uhr mit Musik von Felix Mendelson.

Am 16. Dezember 1960 wurde die „Deutsche Welle“ per Bundesgesetz eine eigenständige Anstalt des öffentlichen Rechts. Das Gesetz über die Errichtung von Rundfunkanstalten des Bundesrechts war vom Deutschen Bundestag bereits am 26. Oktober 1960 verabschiedet worden. 
Ehemaliges Gebäude der
Deutschen Welle in Köln
 Weil die Rundfunkanstalten in der Hoheit der Länder waren, legte dieses Gesetz fest, dass die mit diesem Gesetz ebenfalls eigenständig werdende Deutsche Welle über Kurzwelle Rundfunksendungen für das Ausland und der Deutschlandfunk Rundfunksendungen für (ganz) Deutschland und das europäische Ausland produzieren sollten, wobei die Sendungen des Deutschlandfunks laut § 5 „ein umfassendes Bild Deutschlands vermitteln“ sollten. Mit Inkrafttreten des Gesetzes am 16. Dezember 1960 galten die beiden neuen Anstalten nach § 33 als errichtet. Der Auftrag der ARD an den NDR, den Deutschen Langwellensender zu betreiben, erlosch. Die Langwelle wurde dem neuen Sender Deutschlandfunk mit Sitz in Köln übergeben, der am 1. Januar 1962 mit der Ausstrahlung eines deutschsprachigen Hörfunkprogramms begann.
Offizielle Zielgruppen der Programme waren deutsch(sprachig)e Hörer in der DDR, in Osteuropa sowie in westeuropäischen Nachbarländern wie Italien, Frankreich, Benelux, Großbritannien, Irland, Dänemark, Norwegen und Schweden. Faktisch richtete sich der Deutschlandfunk aber vorwiegend an DDR-Bürger, denen mit dem Programm eine Alternative zum Rundfunk der DDR gegeben werden sollte. Eine per Bundesgesetz errichtete Rundfunkanstalt zur Versorgung der bundesrepublikanischen Bevölkerung wäre aufgrund der Kulturhoheit der Länder nicht zulässig gewesen (vgl. 1. Rundfunk-Urteil). Der Deutschlandfunk wurde somit das Pendant zur Stimme der DDR, vormals Deutschlandsender.

Foto:  Riadismat (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Am 16. Dezember 1990 stellte der Sender KUSW, Salt Lake City, Utah, seine Kurzwellen-Übertragungen ein.

 

Am 16. Dezember 1996 bestätigte Ö3-Chef Bogdan Roščić , dass die Übersiedlung von Ö3 vom alten Funkhaus in das neue Gebäude in Wien-Heiligenstadt abgeschlossen sei.


Am 16. Dezember 2005 strahlte der US-Sender WXKR die letzte UKW-Sendung mit Howard Stern aus. Seit dem 18. November 1985 hatte Stern dort moderiert. Seine Frühsendung war die meistgehörte im Radiomarkt. Sterns Morningshow war in den USA syndiziert und wurde von mehr als 50 Radiostationen ausgestrahlt. WXRK blieb Sterns Heimatsender, die in den USA so genannte "Flagship Station".
Bis zu seinem Wechsel zu SIRIUS Satellite Radio am 9. Januar 2006 war Howard Stern der erfolgreichste Radio-DJ in New York.



Seit dem 16. Dezember 2012 senden die 6 Programme des Schweizer Radio DRS unter dem Namen Radio SRF.
Das Schweizer Radio DRS (SR DRS) war zusammen mit dem Schweizer Fernsehen (SF) eines der beiden ehemaligen Schweizer Medienunternehmen, die seit dem 1. Januar 2011 in der Unternehmung Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) vereint wurden. Diese wiederum ist eine Unternehmenseinheit der SRG SSR (Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft).

Geburtstage:

 

Am 16. Dezember 1963 wurde die deutsche Moderatorin und Produzentin Bärbel Schäfer in Bremen geboren.

 

Am 16. Dezember 1985 wurde der deutsche Radiomoderator Markus Balek geboren. Er moderierte für Radio Franken und Radio Charivari in Nürnberg. Bekannt wurde er durch die Radio-F-Morgensendung Die 3 von der Funkstelle und als Stimmenimitator des ehemaligen Präsidenten des 1. FC Nürnberg, Michael A. Roth. Mittlerweile arbeitet Balek für den Bayerischen Rundfunk.


Nekrolog:

 

Am 16. Dezember 1966 ist der deutsche Radio-Reporter Herbert Zimmermann an den Folgen eines Autounfalls gestorben. Berühmt wurde Zimmermann mit seiner legendären Reportage vom Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 in Bern.

 

Am 16. Dezember 1971 starb der deutsche Schauspieler Albert Lieven 65-jährig in London. Er spielte u. a. Hauptrollen in vier Durbridge-Straßenfegern zwischen 1959 und 1971. 



Am 16. Dezember 1978 starb die US-amerikanische Sängerin, Tänzerin und Radiomoderatorin Blanche Calloway im Alter von 76 Jahren. Unter anderem arbeitete sie als Programmdirektorin des Senders WMBM in Florida.


Am 16. Dezember 1989 starb die britische Schauspielerin, Hörspielsprecherin und Sängerin Marjorie Westbury im Alter von 84 Jahren in Maresfield bei Uckfield, Sussex. Sie sprach bei der BBC zwischen 1945 und 1968 die Rolle der Steve Temple in allen Paul-Temple-Hörspielen.

 

Quellen:


Gijsbert Hinnen: Internationale Rundfunk- und Fernseh-Chronik (nicht mehr online)

Radio.about.com (nicht mehr online)

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Der 24. Oktober in der Geschichte des Radios:

Am 24. Oktober 1923 proklamierte der deutsche Reichspostminister die "Einführung eines Unterhaltungs-Rundfunks". Vallée (Mitte) mit  Olsen u. Johnson Am  24. Oktober 1929  strahlte NBC die erste Folge der " Fleischmann's Yeast Hour " (in deutscher Übersetzung "Fleischmanns Hefe-Stunde") aus. Die Sendung wurde von der NBC-Programmchefin  Bertha Brainard  ins Leben gerufen. Sie überredete den Bandleader und Sänger Rudy Vallée, die Show zu moderieren. Bei den Hörern kam das Konzept so gut an, dass die Show Jahr für Jahr in der Top-5 der meistgehörten Radiosendungen dieser Zeit zu finden war. Gastgeber Vallée scharte einen festen Stamm um sich und moderierte das Musical- und Varieté-Programm    zusammen mit Ole Olsen und Chic Johnson (1932), gefolgt von Tom Howard und George Shelton (1935). In kleineren Funktionen gehörten auch Schauspieler Will Aubrey (1892-1958) und der Charakterdarsteller Henry Armetta (1888-1945) zur Show. Auf Vallées ...

Willkommen im Radio-Almanach

Seit 2014 sammle ich hier Geschichten aus mehr als 100 Jahren Radiogeschichte – für jeden Tag im Jahr ein eigenes Kalenderblatt: 366 Seiten voller Ereignisse, Sender, Pioniere und Kuriositäten rund um den Rundfunk. Jeden Tag erscheint automatisch oben auf dieser Seite das passende Kalenderblatt zum heutigen Datum. Wer stöbern möchte, findet im Register alle 366 Einträge auf einen Blick. Passend dazu gibt es auch einen YouTube-Kanal, auf dem ich – so oft es zeitlich klappt – kurze Videos zu einzelnen Ereignissen der Radiogeschichte zeige. Etwa dieses hier: Viel Freude beim Stöbern in der Geschichte des Radios! Roland

Der 1. August in der Geschichte des Radios:

Am  1. August 1922  wurde in Berlin der „Deutsche Wirtschaftsrundfunk“ offiziell in Betrieb genommen. Die Empfangsgeräte wurden den Teilnehmern nur geliehen, nicht verkauft. Am  1. August 1927  wurde das „Heinrich Hertz-Institut“ für Schwingungsforschung in Berlin-Charlottenburg gegründet. Am  1. August 1928  eröffnete die Kuomintang-Partei im vorkommunistischen China die „ Central Broadcasting Station “. Fünf Jahre später wird der 75-kW-Kurzwellensender in Betrieb genommen. 1932 gehören ganz China und ein großer Teil von Asien zum Empfangsgebiet. Am 1. August 1934 startete der „Schweizerische Kurzwellendienst“ . Die „Schweizerische Rundspruchgesellschaft“ mietet für eine einmalige Sendung den Völkerbundsender in Prangins. Ein auf Stahlband aufgezeichnetes Programm vom „Studio Bern“ wurde nach Südamerika ausgestrahlt. Am 1. August 1935 begann der portugiesische Staatssender „Emissora Nacional de Radiodifusao“ in Lissabon mit r...