
Am 12. Oktober 1935 verboten die NS-Behörden im Deutschen Reich Jazz im Rundfunk. Zum einen wegen der afrikanischen Wurzeln des Jazz und weil viele der aktiven Jazz-Musiker jüdischer Herkunft waren. Zum anderen stellte der Jazz mit seiner Spontaneität, Improvisation und Individualität, die auch die Swing-Jugend anzog, für die Nazis eine Bedrohung ihrer Weltanschauung dar. Eine Anti-Jazz-Rundfunksendung Vom Cakewalk zum Hot sollte mit „besonders eindringlichen Musikbeispielen“ abschreckend wirken. Das Jazz-Buch von Alfred Baresel wurde in der Ausstellung „Entartete Kunst“ angeprangert.
Am 12. Oktober 1937 wurde auf dem NBC-Blue Network die erste Folge der Radioserie "Mr. Keen, Tracer of Lost Persons" ausgestrahlt. Mit 1690 USA-weit ausgestrahlten Folgen war sie eine der am längsten laufenden Radioserien und wurde nach der letzten Sendung am 19. April 1955 sofort ins Fernsehen überführt.
Die Serie entstammt der Hörspielfabrik von Frank und Anne Hummert, die eine Reihe der erfolgreichsten Radioserien auf den Markt brachten, darunter Young Widder Brown, Ma Perkins, Betty & Bob, Mary Noble Backstage Wife und viele mehr. Grundlage der Serie bildete ein Kriminalroman von Robert W. Chambers The Tracer of Lost Persons.
Am
12. Oktober 1991 wurde der Ostdeutsche Rundfunk Brandenburg (ORB) gegründet.
Am
12. Oktober 2010 wurde das RundfunkWiki, ein Onlinelexikon zur Geschichte
des deutschsprachigen Hörfunks, nach knapp fünf Jahren eingestellt. Der Herausgeber
Kai Münz begründete das Ende des Angebots mit „mehreren kostenpflichtigen Abmahnungen,
Anfeindungen per Mail und nicht zuletzt Zeitmangel“.
Am
12. Oktober 2018 zog die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen
eine Ausschreibung von 11 UKW-Frequenzen in Nordrhein-Westfalen, die bis 2010 durch
das Programm Deutschlandradio Kultur genutzt
wurden, endgültig zurück. Auf die 2014 erfolgte Ausschreibung erhielt das türkischsprachige
Programm Radyo Metropol FM 2015 den Zuschlag,
wogegen der unterlegene Bewerber Radio NRW den Rechtsweg bestritt. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf gab
der Klage im Jahr 2016 wegen eines Verfahrensfehlers statt, die Berufung war zum
Zeitpunkt des Rückzugs der Ausschreibung vor dem Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen
anhängig.
Nekrolog:
Am
12. Oktober 1984 ist der deutsche
Schauspieler, Hörfunksprecher und Theaterintendant Rudolf Beiswanger 81-jährig in Hamburg gestorben. Er war unter anderem Sprecher bei der NORAG.
Quellen:
Gijsbert
Hinnen: Internationale Rundfunk- und Fernseh-Chronik (nicht mehr online)
Radio.about.com (nicht mehr online)
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