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Radio-Geschichte. 22. März:

Der 22. März in der Geschichte des Radios:

Am 22. März 1922 startete die Radiostation WLW-AM, Cincinnati, Ohio, den Sendebetrieb.

 

Am 22. März 1922 machte die Zeitschrift Variety mit der Schlagzeile auf: „Radio Sweeping Country – 1.000.000 Sets in Use“. Demnach gab es in den USA damals bereits eine Million Radiogeräte in den Haushalten.


Am 22. März 1948 wurde erstmals ein kommerzielles Radioprogramm simulcast, also gleichzeitig auf Mittelwelle und UKW, ausgestrahlt. Zu hören war „The Voice of Firestone“, ein beliebtes Programm mit klassischer Musik und den beliebtesten Sängern aus Oper und Operette. Zu diesem Zeitpunkt war es schon fast 20 Jahre lang auf Sendung (Erstsendung am 3. Dezember 1928 auf NBC Radio unter dem Titel The Firestone Hour). Ab 1949 wurde es auch über das Fernsehen übertragen, bis es 1963 eingestellt wurde. Die letzte Radiosendung wurde 1956 ausgestrahlt. Während der ganzen Laufzeit unterstützte die Reifenfirma Firestone das Programm.

Am 22. März 1971 wurde in Berlin das berühmte Vox-Haus in der Potsdamer Straße 10 gesprengt. Am 29. Oktober 1923 nahm in Berlin von hier aus der erste deutsche Rundfunksender seinen offiziellen Sendebetrieb auf. Von 20 bis 21 Uhr meldete sich die „Deutsche Stunde“ mit einem Unterhaltungsprogramm aus dem Vox-Haus, da neben der Reichspost die Vox Schallplatten- und Sprechmaschinen-AG an dem Sender beteiligt war.
Diese Stunde wird als das Geburtsdatum des deutschen Rundfunks betrachtet. Mehr dazu ist im Kalenderblatt vom 29. Oktober nachzulesen.

Foto: Bundesarchiv, Bild 102–00240 / CC-BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons: Gäste im Vox-Haus: Der Breslauer Weihbischof Josef Deitmer und der päpstliche Nuntius Pacelli, 1924




Am 22. März 2018 gab domradio die Verbreitung seines Programms über die Frequenz 99,2 MHz in Fulda auf. Gleichzeitig wurde auch der Sendeplatz auf dem Astra-Satelliten aufgegeben. Grund hierfür waren Sparmaßnahmen des Erzbistums Köln sowie ein Streit um eine Kostenbeteiligung des Bistums Fulda, der ergebnislos verlaufen war.

 

Geburtstage:

 

Am 22. März 1931 wurde der US-amerikanisch-kanadische Schauspieler und zeitweilige Musiker William Shatner (The Transformed Man, 1969) in Montreal geboren.

 

Am 22. März 1947 wurde der österreichische Kulturmanager und zeitweilige Radiomoderator André Heller (Die Musicbox) in Wien geboren.


Bob Costas
Am 22. März 1952 wurde der US-amerikanische Sportreporter Bob Costas geboren. Seine Radiokarriere begann 1974 beim Radiosender KMOX in St. Louis. Zuerst berichtete er über die Spiele der „Spirit of St. Louis“ in der American Basketball Association. Später berichtete er vom Basketball und kommentierte die Spiele der Missouri Tigers. Im Sender arbeitete er als Co-Moderator für die Anrufersendung „Open Line“.
Ab 1976 begann er dann auch für das Fernsehen zu arbeiten, erst bei CBS Sports, später bei NBC Sports. Trotzdem gab er das Radio nicht auf und moderierte über die großen Radionetzwerke Sendungen wie Costas Coast to Coast (1986–1996) und später Costas on the Radio (2006–2009). Seine Talkshows beschränkten sich nicht nur auf Themen rund um den Sport, sondern behandelten eine breite Palette an Themen.

Foto: Jeffrey Beall CC BY 3.0 via Wikimedia Commons.

Am 22. März 1955 wurde der österreichische Musikjournalist Günter Brödl (Die Musicbox) und Songtexter in Wien geboren († 2000).

 

Am 22. März 1970 wurde der deutsche Radiomoderator Stefan Blaufelder geboren. Er arbeitete bei vielen deutschen Privatsendern und begann seine Radiokarriere unter anderem bei Radio Charivari Nürnberg, Energy Stuttgart und Hitradio Malaga. Derzeit ist er Programmchef bei Antenne Koblenz 98,0. Auch Hörer von 89,2 Radio Potsdam kennen seine Stimme – er fungiert dort als „Station Voice“.

 

Nekrolog:

 

Am 22. März 2014 starb der deutsche Journalist Martin Schulze im Alter von 76 Jahren.

 

Quellen:


Gijsbert Hinnen: Internationale Rundfunk- und Fernseh-Chronik (nicht mehr online)
Radio.about.com (nicht mehr online)

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