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Radio-Geschichte. 1. März:

Der 1. März in der Geschichte des Radios:

Am 1. März 1931 trat die erste Konzession an die „Schweizerische Rundspruchgesellschaft“  in Kraft. Das Eidgenössische Post- und Eisenbahndepartement erteilt der „SRG“ zu Händen ihrer Mitgliedergesellschaften eine einzige Konzession für die Benutzung der Rundspruchsender der eidgenössischen Telegrafen- und Telefonverwaltung. Die wesentlichen Grundzüge der ersten Konzession haben sich durch die Jahrzehnte erhalten.
Der Programmdienst wurde der „SRG“ und ihren Studios übertragen, wobei dem Direktor der neu gegründeten Gesellschaft die Oberleitung über den Programmdienst anvertraut war. Für den letzteren wurden in der Konzession folgende Richtlinien aufgestellt: „Der Radiorundspruch soll im Rahmen der Landesinteressen ideale Ziele verfolgen. Er soll im Geist der Unparteilichkeit betrieben werden. Es ist zu vermeiden, was die guten Sitten verletzen, die öffentliche Sicherheit, Ruhe und Ordnung im Lande oder die guten Beziehungen mit anderen Staaten stören könne".
Einen Monat später, am 1. April 1931, nahm die SRG ihre Tätigkeit auf.

Weitere Ereignisse aus der Radiogeschichte:

Am 1. März 1931 ging Petit Lancy, ein Lokalsender der „Schweizerischen Rundspruchgesellschaft“, in Betrieb. Mit 1,3 kW wird die Region Genf auf 401 kHz (748 m) versorgt.

Am 1. März 1932 berichteten NBC und CBS live aus Hopewell, New Jersey von der Entführung des Sohnes von Charles Lindbergh.

Am 1. März 1937 weihte Gouverneur Wouters den Radiosender auf den niederländischen Antillen ein.

Am 1. März 1941 begann in Nashville, Tennessee mit WSM-FM die erste kommerzielle UKW-Radiostation in den USA zu senden. Die Versicherungsgesellschaft  „The National Life and Accident Insurance Company“ (NL&AI) hatte die Sendelizenz von der FCC erhalten. Zehn Jahre später gab NL&AI die Lizenz zurück.

Am 1. März 1941 sendete CBS die erste Folge der Sitcom Duffy's Tavern.

 

Am 1. März 1948 eröffnete der britische Besatzungssender Sendergruppe Alpenland auf dem Gelände von Schloss Schönbrunn in Wien ein Hauptstadtstudio.


Am 1. März 1968 startete der Piratensender Atlantis South vor der Küste Englands mit ersten Testsendungen. 

Am 1. März 1969 nahm Pirate Radio 259 vor der französischen Küste den Sendebetrieb auf.

Am 1. März 1969 begann die japanische öffentliche Rundfunkgesellschaft NHK mit der Ausstrahlung von Sendungen auf UKW.

Am 1. März 1976 nahm der ORF ein Verkehrsfunksystem für Österreich in Betrieb.

Am 1. März 1981 um 00.00 Uhr begann „Radio DRS“ mit dem Nachtprogramm „DRS-Nachtklub“, das von nun an von Mitternacht bis 6 Uhr auf „DRS 1“ und „DRS 2“ über die UKW-Netze ausgestrahlt wurde. In der ersten Nacht hielten die Moderatoren Marion Preuss und Roger Thiriet die Hörer wach. Dank eines modernen Disc-Jockey-Pults hielt die Selbstfahrer-Technik im Schweizer Radio Einzug: Von nun an waren die Moderatoren in der Lage, ihr Programm alleine zu bewältigen (ohne zusätzlichen Techniker).

Am 1. März 1983 startete bei Radio Luxemburg die Quizsendung Ein Tag wie kein anderer. Jede Sendung hatte ein Reiseziel zum Thema. Die meisten Sendungen moderierte Jochen Pützenbacher – ersatzweise auch Rainer Holbe neben anderen RTL-Moderatoren. Ab 1984 gab es bei RTL-plus auch eine Fernsehversion. 

Am 1. März 1988 ging  OK Radio als 3. Privatsender nach Radio Hamburg und Radio 107 in Hamburg auf Sendung.

Am 1. März 1993 ging Radio Fritz auf Sendung, ein Hörfunksender des öffentlich-rechtlichen Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Er ging aus dem Brandenburger Jugendradio Rockradio B sowie dem SFB-Jugendradio Radio 4 U hervor. Am 1. März 1993 morgens um 6 Uhr startete das Jugendradio sein Programm aus den ehemaligen Studios des DDR-Rundfunks in der Nalepastraße in Berlin – damals noch eine Gemeinschaftsproduktion von SFB und ORB. Fritz gilt als Experiment eines der ersten medialen Ost-West-Projekte nach dem Mauerfall.
Vorläufer war Radio DT64 1992, welches aus einer Jugendsendung des DDR-Rundfunks hervorgegangen war. Der direkte DT64-Nachfolger Sputnik vom MDR und Fritz wurden daraufhin Vorreiter für alle nachfolgenden Projekte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, wie beispielsweise N-Joy vom NDRhr XXL, heute You FM vom hrBremen Vier von Radio BremenDASDING vom Südwestrundfunk103.7 UnserDing vom Saarländischen Rundfunk oder 1LIVE vom WDR.

Am 1. März 2019 wurde bei hr2 Kultur die letzte Ausgabe der Sendung Swingtime gesendet, weil Bill Ramsey die Moderation aus Altersgründen aufgab. Seit Ende der 1980er Jahre hatte Ramsey die Sendung als Nachfolger der Swingparty moderiert, eine der ältesten Hörfunksendungen der ARD, die im Mai 2018 ihren 60. Geburtstag feierte.


Geburtstage:

Am 1. März 1904 wurde der US-amerikanische Jazzmusiker Glenn Miller geboren. Mehr über ihn kann im Kalenderblatt vom 27. Dezember nachgelesen werden.

Am 1. März 1959 wurde der deutsche Hörfunkberater Günther Lindinger geboren. Er
ist Spezialist für Strategie und Coachings von Radio- und TV-Sendern. Stationen im Radio: Bayerischer Rundfunk, Antenne Bayern (Gründungschefredakteur), RIAS Berlin und 94,3 rs2. 

Am 1. März 1972 wurde der deutsche Jurist, Radiogründer und Moderator Tim Faber geboren. Faber begann seine Radiokarriere in Nürnberg beim Lokalsender Charivari 98,6 und promovierte zum Thema „Jugendschutz in den Medien“. Im Sommer 2014 gründete er das erste kulinarische Spartenradio in Deutschland: www.kochblogRadio.de.

Henk van Stipriaan
Nekrolog:

Am 1. März 1989 ist der niederländische Radiomoderator Henk van Stipriaan im Alter von 64 Jahren gestorben. Von 1960 bis 1985 moderierte er für die VARA und war einer der bekanntesten Radiomoderatoren der Niederlande.

Foto: By Rob C. Croes / Anefo; (Nationaal Archief) [CC BY-SA 3.0 nl ], via Wikimedia Commons.

Am 1. März 1996 ist der schweizerische Unternehmer und Ingenieur Willi Studer 83-jährig in Wetzikon gestorben. Studer gründete zunächst 1932 die Helvetia Radioapparate-Fabrik, bevor er ab 1949 unter den Markennamen Revox und Studer zahlreiche, vor allem im professionellen Studiobereich geschätzte Tonbandgeräte auf den Markt brachte.

 

Am 1. März 2006 starb Annette von Aretin 85-jährig in München. Sie war im Jahr 1954 die erste Fernsehansagerin beim BR und im gesamten deutschsprachigen Raum als Mitglied des Rateteams der Quizsendung Was bin ich?  bekannt.

 

Quellen:


Gijsbert Hinnen: Internationale Rundfunk- und Fernseh-Chronik (nicht mehr online)
Radio.about.com (nicht mehr online)
kochblogRadio.de

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