Der 11. März in der Geschichte des Radios:
Am 11. März 2012 wurde die erste Sendung des BBC World Service aus dem neuen Broadcasting House produziert. Es war ein Programm des burmesischen Dienstes mit Hörerbeteiligung, an dem die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi als Gast teilnahm.
Weitere
Ereignisse aus der Radiogeschichte:
Am
11. März 1938 meldete
sich einige Stunden vor dem Einmarsch
deutscher Truppen nach Österreich der kurz vorher von Hitler zum Rücktritt gezwungene österreichische Bundeskanzler Kurt
Schuschnigg via Hörfunk und verkündete, dass er der „Gewalt weiche“ und
nicht bereit sei, „deutsches Blut“ zu vergießen. Seine Rede schließt er mit den Worten:
„Gott schütze Österreich“. Die österreichische Radio
Verkehrs AG (RAVAG) stellt ihren eigenständigen
Sendebetrieb ein und übernimmt von nun an die Programme der deutschen Reichs-Rundfunk-Gesellschaft.
Noch in der Nacht wird eine Reportage von einer Versammlung von in Österreich bislang
illegalen Nationalsozialisten vom Ballhausplatz vor dem Bundeskanzleramt gesendet.
Am 11. März 1968 startete der antisemitische Untergrundsender Voice of El Assifa den Sendebetrieb. Aus Afrika und Arabien meldeten sich Clandestine-Sender am häufigsten, da die Konflikthäufigkeit dort schon immer größer als in anderen Weltgegenden war. Dazu kommt, dass zugleich die Vielfalt von Staaten sowie lokale oder in Grenznähe befindliche Befreiungsorganisationen die Sendeaktivitäten insgesamt betrachtet multiplizierten.
Clandestine-Sender waren oft entweder mitverantwortlich oder begleitend bei politischen Umstürzen oder Umsturzversuchen beteiligt. Ihre Rolle war in diesem Kontinent maßgeblich, da durch die hohe Zahl an Analphabeten die Meinungsbildung der Mehrheit der Bevölkerung durch das Radio erfolgte und erfolgt.
Am
11. März 2002 nahm der nur digital zu empfangende Hörfunksender BBC 6 Music den Betrieb auf.
Am 11. März 2011 berichteten Hörfunk- und Fernsehsender in aller Welt ausführlich über das Tōhoku-Erdbeben nahe der Ostküste von Honshū (Japan). Es erreichte eine Magnitude von 9,0. Dieses Ereignis führte zur Nuklearkatastrophe von Fukushima.
Geburtstage:
Der deutsche Schauspieler, Autor, Regisseur, Moderator und Synchronsprecher Joachim Albrecht Cadenbach wurde am 11. März 1925 geboren.
1943 gab Cadenbach sein Spielfilmdebüt. Ab 1950 war er umfangreich als Rundfunksprecher für den RIAS, den SFB und den NWDR tätig.
Am 11. März 1931 kam der australische
Medienunternehmer Rupert Murdoch in Melbourne zur Welt.
Am 11. März 1952 wurde der britische Schriftsteller Douglas Noël Adams in
Cambridge geboren. Er wurde vor
allem mit der satirischen Science-Fiction-Reihe „Per Anhalter durch die Galaxis“
bekannt.
Nekrolog:
 |
| Hendrik W. van Loon |
Am 11. März 1944 starb der niederländisch-US-amerikanische Autor und Radiosprecher Hendrik W. van Loon im Alter von 62 Jahren.
Ursprünglich aus Rotterdam stammend, war van Loon 1902 in die USA eingewandert und hatte in Harvard und Cornell studiert, ehe er 1905 als Zeitungskorrespondent nach Russland ging und über die Revolution berichtete. 1919 wurde er amerikanischer Staatsbürger.
Er schrieb zahlreiche populärwissenschaftliche Werke wie The Story of Mankind (1921) oder The Story of the Bible (1923) sowie eine fiktive Rembrandt-Biografie. Carl Zuckmayer war er bei dessen Einwanderung in der Zeit des Dritten Reiches behilflich, wie dieser dankbar in seinem Buch „Als wär’s ein Stück von mir“ berichtete. Neben Zuckmayer war van Loon vielen anderen Emigranten, wie Heinrich Eduard Jacob, freundschaftlich zugetan. Zu dieser Zeit arbeitete er u. a. auch für NBC und kommentierte als Oom Henk das Zeitgeschehen. 1942 wurde er von Königin Wilhelmina in den Adelsstand erhoben.
Foto: Underwood & Underwood [Public Domain], via Wikimedia Commons
Am
11. März 1980 starb der deutsche
Schauspieler und Hörspielsprecher Karl-Maria Schley 71-jährig in Berlin.
Quellen:
Radio.about.com (nicht mehr online)
„Listening on the Short Waves, 1945 to Today“, Autor J.S. Berg
Kommentare
Kommentar veröffentlichen