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Der 4. April in der Geschichte des Radios:

Am 4. April 1922 erhielt der Radiosender WAAB, Baton Rouge, Louisiana, als erste Radiostation in den USA ein Rufzeichen, das mit dem später üblichen Buchstaben W begann.

Am 4. April 1924 wurde in Breslau die Schlesische Funkstunde gegründet. Anfang Mai 1924 wurden erste Testsendungen gesendet. Am 26. Mai 1924 ging die Schlesische Funkstunde auf Sendung. 

Kate Smith
Am 4. April 1938 strahlte CBS erstmals die Sendung Kate Smith Speaks aus, die erste Nachmittags-Talkshow mit der Sängerin und Moderatorin Kate Smith aus, in der sie gemeinsam mit  Ted Collins Nachrichten kommentierte.
Im Radio war sie bereits seit 1931 zu hören, jedoch meistens als Sängerin. Ted Collins, der Vizepräsident der Plattenfirma Columbia Records, brachte sie damals ins Radio. Die Sendung Kate Smith Sings wurde zunächst zweimal. Später sechsmal pro Woche ausgestrahlt.
Im gleichen Jahr bekam sie ihre erste Show bei CBS: Kate Smith and Her Swanee Music (1931-33)
Viele weitere Sendungen folgen, jede erfolgreicher als die vorherige.
Smith wurde damals auch als die „First Lady of Radio“ oder als „The Songbird of the South“ bezeichnet.
1999 wurde sie posthum in die Radio Hall of Fame aufgenommen. Ein Stern auf dem Hollywood Walk of Fame erinnert an Kate Smith.

Foto: National Photo Company Collection (Library of Congress) [Public Domain], via Wikimedia Commons.

Arturo Toscanini
Am 4. April 1954 gab Arturo Toscanini sein letztes Konzert. Es gehört zu den frühen Stereo-Versuchsaufnahmen von John 'Jack' Pfeiffer. Dieses letzte öffentliche Konzert dirigierte Arturo Toscanini am 4. April 1954 in der Carnegie Hall in New York. Es wurde durch Toscaninis Blackout während des Konzerts zu einer berühmten Aufführung. Er dirigierte während des Konzerts, das von NBC live übertragen wurde, sein eigenes Sinfonieorchester. Auf dem Programm standen ausschließlich Werke Wagners, unter anderen das Lohengrin-Vorspiel und die Szene auf dem Venusberg (Bacchanal) aus dem Tannhäuser. Beim letztgenannten, dem vorletzten Werk des Konzerts, passierte Toscaninis Blackout: Er hörte für eine Minute auf zu dirigieren und hielt sich eine Hand vor die Augen. Das Orchester hörte für einen Moment auf zu spielen , bis der erste Cellist die Einsätze gab; die Senderegie der NBC blendete die Aufführung unmittelbar aus und spielte eine Brahms-Sinfonie vom Band zu. Als Toscanini wieder zu dirigieren anfing, blendete der Sender abermals in den Saal zurück. Toscanini nahm den Schlussapplaus des Publikums nicht mehr entgegen. Der Vorfall wird in dem Kontext interpretiert, dass NBC Toscanini vorab zu verstehen gegeben hatte, man wolle das Orchester auflösen und wünsche, er würde seine Dirigentenlaufbahn beenden. Wenige Monate später war Toscaninis Orchester tatsächlich aufgelöst und alle Musiker entlassen. Toscanini trat nie mehr als Dirigent auf.

Foto: Bain News Service photo [Public Domain], via Wikimedia Commons.


Am 4. April 1966 gab sich der Piratensender Radio Scotland den neuen Namen „Radio Scotland and Ireland“. Dabei war er erst gut drei Monate vorher, am 31. Dezember 1965, auf Sendung gegangen. Der Sender war auf dem alten Feuerschiff L. V. Comet untergebracht. Es ankerte zunächst außerhalb der schottischen Hoheitsgewässer und beschallte Schottland auf Mittelwelle 1241 kHz (242 Meter).
Im April wurde das Schiff Richtung Ballywater in Nordirland geschleppt (wie viele Feuerschiffe hatte die Comet keine eigene Antriebsmaschine), und die Betreiber änderten den Namen.

Am 4. April 1972 war im WDR die erste Folge der Reihe Zeitzeichen zu hören. Die Sendung behandelte historische Ereignisse. Thema der ersten Folge war unter anderem die Leningrader Blockade 1942.

 

Am 4. April 1980 brachte die Ö3-Sendung Musicbox eine Ausgabe über die tschechische Underground-Band The Plastic People of the Universe.

 

Am 4. April 1994 startete der NDR sein 5. Hörfunkprogramm unter dem Namen N-Joy.

 

Am 4. April 1996 wurde Howard Sterns Radiosendung auch bei KJFK-FM, Austin, Texas, ausgestrahlt.

 

Am 4. April 2003 stellte der private Mittelwellensender Megaradio wegen Insolvenz den Betrieb ein.


Am 4. April 2007 nannte der Talkshow-Moderator und Komiker Don Imus das überwiegend schwarze Frauen-Basketball-Team der Rutgers-Universität „kräuselhaarige Schlampen" („Nappy-headed hos“). Das hörte sich im Radio so an:

IMUS: That's some rough girls from Rutgers. Man, they got tattoos and --

McGUIRK: Some hard-core hos.

IMUS: That's some nappy-headed hos there. I'm gonna tell you that now, man, that’s some -- woo. And the girls from Tennessee, they all look cute, you know, so, like -- kinda like -- I don't know.

Bei YouTube gibt es die Sequenz zum Nachhören:



Die bekannte Radiosendung Imus in the Morning wurde in den USA seit 1979 in der wochentäglichen Hauptsendezeit ausgestrahlt und wegen dieser Äußerung am 12. April eingestellt, weil Imus von der Wortwahl her in die Sprache von Segregation und Sklavenhaltung zurückgefallen war.
Seit dem 3. Dezember 2007 wird Imus wieder mit seinem Format Imus in the Morning bei dem zu Citadel gehörenden Sender WABC77 ausgestrahlt.

Am 4. April 2012 gab Radio Canada International bekannt, dass das Budget des Senders massiv gekürzt wurde, sodass zwei Drittel aller Angestellten ihren Arbeitsplatz verloren. Die Dienste in russischer und in portugiesischer Sprache wurden ebenso eingestellt wie die Nachrichten auf Englisch und auf Französisch. Auch die Sendungen auf Kurzwelle wurden eingestellt. Der Sender wurde in den Sprachen Englisch, Französisch, Arabisch, Spanisch und Chinesisch ausschließlich im Internet weiter betrieben.

Geburtstage:

Frances Langfort ca. 1946


Am 4. April 1913 wurde die US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin Frances Langford geboren. Seit den 1930er-Jahren sang Frances Langford im Radio und wirkte ab 1936 in Spielfilmen mit.
Im Jahre 1941 begann sie eine Zusammenarbeit mit Bob Hope in seiner Radiosendung, die bis in die späten 1980er-Jahre anhielt. Im Radio arbeitete sie auch mit Don Ameche bei „The Bickersons“ zusammen.

Foto:  NBC Radio [Public domain], via Wikimedia Commons



Nekrolog:

Am 4. April 1995  ist der populäre englische Radio-DJ  Kenny Everett gestorben. Mehr über ihn ist im Kalenderblatt vom 25. Dezember nachzulesen.

Am 4. April 2011 starb die deutsche Schauspielerin Witta Pohl 73-jährig in Hamburg

 

Quellen:


Radio.about.com (nicht mehr online)
Radiojournal

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