Radio-Almanach: 366 Kalenderblätter zur Geschichte des Radios – für jeden Tag im Jahr ein historisches Ereignis aus rund 100 Jahren Rundfunkgeschichte.
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Der 19. April in der Geschichte des Radios:
National Barn Dance 1940
Am 19. April 1924 strahlte der Radiosender WLS-AM in Chicago
das erste Barn-Dance-Programm aus. Diese Countrysendung war in den 1920er und 30er
Jahren sehr erfolgreich und wurde bis 1960 ausgestrahlt. National Barn Dance
gilt als Vorläufer der Grand Ole Opry.
Wäre es nach dem
Programmchef Edgar Bill gegangen, dann hätte es die Sendung auf WLS nicht
gegeben, denn er mochte keine Country- und Westernmusik, weil sie als
hinterwäldlerisch verrufen war.
Moderator
George D. Hay schlug die Bedenken seines Chefs in den Wind und
begann, die Sendung zu organisieren, bis es für die Sendeleitung kein Zurück
mehr gab. So fand also die erste National Barn Dance am Abend des 19. April
1924 im Sendestudio statt.
Der überragende
Erfolg dieser ersten Sendung gab Hay recht. Das Publikum zeigte sich
begeistert, endlich auch diese alten amerikanischen Volksweisen im Radio zu
hören.
Ein
Jahr später verließ Hay den Sender und wechselte zu WSM. Dort startete später
die Grand Ole Opry, die langlebigste Sendung der US-Radiogeschichte, die
heute noch zu hören ist.
National Barn Dance
wurde dagegen trotz paralleler Fernsehausstrahlungen ab 1949 und eines
Kinofilmes eingestellt. Die letzte Sendung lief bei WGN am 30. April 1960.
Hier kann eine Sendung
aus dem Jahr 1942 nachgehört werden.
Foto:
WLS Radio, Chicago.
Am
19. April 1951 strahlte der
NWDR erstmals das Hörspiel Träume von Günter Eich aus.
Das unter der Regie von Fritz Schröder-Jahn entstandene Werk löst aufgrund des umstrittenen Inhalts beim
Publikum einen Skandal aus.
Am 19. April 1965 strahlte WINS-AM in New York
City als dritter Radiosender in den USA ein durchformatiertes
Nachrichtenprogramm aus und wurde so zur ersten reinen Nachrichtenstation. Alle
20 Minuten gab es einen neuen Nachrichtenblock. Der einprägsamste der vielen
Nachrichtenslogans war „You give us 22 minutes, we'll give you
the world“.
Am
19. April 1965 veröffentlichte
der US-amerikanische Informationstheoretiker
und spätere Mitbegründer des Chipherstellers Intel, Gordon
Moore, in einem Zeitschriftenartikel
das später nach ihm benannte Mooresche Gesetz
(Moore's Law). Es sagt voraus, dass sich die Leistungsfähigkeit integrierter Schaltkreise etwa alle zwei Jahre verdoppelt.
Am
19. April 1979 ließ die Federal Communications Commission eine Razzia beim
Piratensender WFAT in Brooklyn, New York, durchführen und beendete den Sendebetrieb.
Am
19. April 2011 wurde der Gründer
der HörDat, Herbert Piechot, für sein ehrenamtliches Engagement
mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Die Hörspieldatenbank umfasste im April 2021 mehr als 46.000 Titel und verzeichnet 2300 Anfragen pro
Tag.
Geburtstage:
Am
19. April 1961 wurde der Karnevalist, TV-Comedian,
Moderator und Schriftsteller Bernd Stelter in Unna geboren.
Am
19. April 1966 wurde der deutsche
Autor, Comedian und Sportmoderator Oliver Welke in Bielefeld geboren.
Nekrolog:
Am
19. April 1987 ist der US-amerikanische
Radio- und Fernsehmoderator Hugh Brannum 77-jährig in East Stroudsburg, Pennsylvania, gestorben.
Am 19. April 2021 ist der deutsche Schriftsteller Sven Lager
gestorben.
Am 24. Oktober 1923 proklamierte der deutsche Reichspostminister die "Einführung eines Unterhaltungs-Rundfunks". Vallée (Mitte) mit Olsen u. Johnson Am 24. Oktober 1929 strahlte NBC die erste Folge der " Fleischmann's Yeast Hour " (in deutscher Übersetzung "Fleischmanns Hefe-Stunde") aus. Die Sendung wurde von der NBC-Programmchefin Bertha Brainard ins Leben gerufen. Sie überredete den Bandleader und Sänger Rudy Vallée, die Show zu moderieren. Bei den Hörern kam das Konzept so gut an, dass die Show Jahr für Jahr in der Top-5 der meistgehörten Radiosendungen dieser Zeit zu finden war. Gastgeber Vallée scharte einen festen Stamm um sich und moderierte das Musical- und Varieté-Programm zusammen mit Ole Olsen und Chic Johnson (1932), gefolgt von Tom Howard und George Shelton (1935). In kleineren Funktionen gehörten auch Schauspieler Will Aubrey (1892-1958) und der Charakterdarsteller Henry Armetta (1888-1945) zur Show. Auf Vallées ...
Seit 2014 sammle ich hier Geschichten aus mehr als 100 Jahren Radiogeschichte – für jeden Tag im Jahr ein eigenes Kalenderblatt: 366 Seiten voller Ereignisse, Sender, Pioniere und Kuriositäten rund um den Rundfunk. Jeden Tag erscheint automatisch oben auf dieser Seite das passende Kalenderblatt zum heutigen Datum. Wer stöbern möchte, findet im Register alle 366 Einträge auf einen Blick. Passend dazu gibt es auch einen YouTube-Kanal, auf dem ich – so oft es zeitlich klappt – kurze Videos zu einzelnen Ereignissen der Radiogeschichte zeige. Etwa dieses hier: Viel Freude beim Stöbern in der Geschichte des Radios! Roland
Am 1. August 1922 wurde in Berlin der „Deutsche Wirtschaftsrundfunk“ offiziell in Betrieb genommen. Die Empfangsgeräte wurden den Teilnehmern nur geliehen, nicht verkauft. Am 1. August 1927 wurde das „Heinrich Hertz-Institut“ für Schwingungsforschung in Berlin-Charlottenburg gegründet. Am 1. August 1928 eröffnete die Kuomintang-Partei im vorkommunistischen China die „ Central Broadcasting Station “. Fünf Jahre später wird der 75-kW-Kurzwellensender in Betrieb genommen. 1932 gehören ganz China und ein großer Teil von Asien zum Empfangsgebiet. Am 1. August 1934 startete der „Schweizerische Kurzwellendienst“ . Die „Schweizerische Rundspruchgesellschaft“ mietet für eine einmalige Sendung den Völkerbundsender in Prangins. Ein auf Stahlband aufgezeichnetes Programm vom „Studio Bern“ wurde nach Südamerika ausgestrahlt. Am 1. August 1935 begann der portugiesische Staatssender „Emissora Nacional de Radiodifusao“ in Lissabon mit r...
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