Der 13. Januar in der Geschichte des Radios:
Am 13. Januar 1906 starb der russische Physiker
und Pionier der Funktechnik Alexander Stepanowitsch Popow. In Russland
gilt er als der Erfinder des Radios und benutzte als Erster einen Draht als
Antenne.
Quellen:
Am 13. Januar 1906 starb der russische Physiker
und Pionier der Funktechnik Alexander Stepanowitsch Popow. In Russland
gilt er als der Erfinder des Radios und benutzte als Erster einen Draht als
Antenne.
Um sich das Studium
leisten zu können arbeitet er als Elektrotechniker und studierte nebenher
Physik.
Am 7. Mai 1895
schilderte er auf einem Treffen der Russischen Gesellschaft für Physik und
Chemie in Petersburg seine Versuche über den Empfang elektrischer Schwingungen
auf Entfernungen und führte erstmals in der Welt einen solchen Empfänger dafür
vor.
1896 veröffentlichte
er im „Journal der Russischen Gesellschaft für Physik und Chemie“ einen Artikel
mit dem etwas spröden Titel „Gerät zur Aufspürung und Registrierung
elektrischer Schwingungen". Darin beschrieb er detailliert diesen ersten
Radioempfänger.
Am 24. März 1896
demonstrierte der Wissenschaftler die drahtlose Übertragung von Signalen auf
eine Entfernung von 250 Metern.
In den Jahren 1898
und 1899 leitete Popow Experimente an der Ostsee und am Schwarzen Meer, und
entwickelte eine Methode zur Umwandlung der empfangenen Radiowellen in
Schallsignale (davor konnten sie nur auf Papier aufgezeichnet werden). Im Jahr
1900 betrug die Kommunikationsreichweite bereits 112 Kilometer.
Popow war
Wissenschaftler und kein Unternehmer, so traf es ihn hart als der Italiener
Guglielmo Marconi sein Gerät exakt nachbaute und diese Arbeit zum Patent
anmeldete. Zwar verteidigte Popow sein Prioritätsrecht in einer Reihe von
Stellungnahmen in der russischen und der internationalen Presse und wurde dafür
auf dem Pariser Elektrotechnischen Kongress im Jahr 1900 auch geehrt, im
öffentlichen Bewusstsein galt jedoch weiterhin Marconi wegen seines Patents als
Erfinder des Radios.
Historisch ist es
nicht möglich einer einzelnen Person die Entwicklung des Radios zuzuschreiben.
Zur damaligen Zeit gab es viele Forscher die sich der Entwicklung eines Radios
annahmen. Nikola Tesla führte bereits
1893 ein Radio vor, jedoch wurde sein Apparat in einem Feuer vernichtet. Erst
1943 entschied das Oberste Patentgericht der USA für Tesla und stellte fest,
dass er der Erfinder des Radios sei. Popows Leben und Wirken war in der
westlichen Welt kaum wahrgenommen worden, dies ist dem Ost-West-Konflikt
geschuldet.
Der 7.
Mai wurde in der Sowjetunion 50 Jahre später zum „Tag des Radios“ erklärt.
Foto: PD
Weitere Ereignisse aus der Radiogeschichte:
Am 13. Januar 1906 wurde in der Zeitschrift
"Scientific American" ein Inserat für ein Gerät namens "Telimco"
veröffentlicht. Es sollte Signale aus einer Entfernung von rund zwei Kilometern
empfangen können. Und kostete 7,50 US-Dollar. Die Bezeichnung des Produktes
leitete sich aus der Abkürzung der Herstellerfirma ab: The Electro Importing
Co.
Am 13. Januar 1910 wurde zum ersten Mal eine
Opernaufführung übertragen - direkt aus der New Yorker Metropolitan Opera.
Am 13. Januar 1922 startete WHA-AM
in Madison, Wisconsin den Sendebetrieb.
Am 13. Januar 1956 begann
der WDR in Köln
mit der Ausstrahlung des 8-teiligen Hörspiels Paul Temple und der Fall Madison von Francis
Durbridge mit René
Deltgen, Ursula Langrock und Kurt Lieck
in den Hauptrollen (Regie: Eduard Hermann).
Ab dem 13. Januar 1961 strahlte
der WDR in Köln das 8-teiligen Hörspiel Paul Temple und der Fall Conrad von Francis
Durbridge aus - mit René
Deltgen, Annemarie Cordes und Kurt Lieckin
den Hauptrollen (Regie: Eduard Hermann).
Am 13. Januar 1969 strahlte der SR
das Hörspiel "Staatsbegräbnis" aus.
Dieses O-Ton-Hörspiel von Ludwig Harig wurde
vom Saarländischen Rundfunk (SR) und vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) unter der Regie von Johann M. Kamps produziert. Aus dem originalen Wort- und Tonmaterial
der Rundfunkberichterstattungen über das Staatsbegräbnis von Konrad Adenauer am 25. April 1967 montierte Harig dieses
Hörspiel, das zum Skandalon der deutschen Rundfunkgeschichte wurde.
Am 13. Januar 1995 wurden auf Ö3 die letzten Ausgaben der Reihen Die
Musicbox (seit 1967) und ZickZack (seit 1979) ausgestrahlt.
Am 13. Januar 2012 wurde bekannt, dass der bulgarische Auslandsdienst
Radio Bulgarien zum
Ende des Monats seine Programme auf Kurzwelle zugunsten einer Verbreitung über das
Internet einstellen werde. Die Reform sollte keine Einschränkungen des Programms
zur Folge haben. Die Ausstrahlung auf Mittelwelle in Osteuropa blieb erhalten. Ziel
war nicht nur die Einsparung von Kosten, sondern auch der „Wunsch, den modernen
Tendenzen in der Branche zu entsprechen“.
Am 13. Januar 2015 schaltete der Norddeutsche Rundfunk die Mittelwellensender Flensburg, Hamburg-Moorfleet, Hannover-Hemmingen und Lingen
ab. Die dadurch eingesparten Gelder wurden für den Ausbau von DAB+ genutzt. Der Empfang von NDR Info Spezial ist seit dem nur noch über DAB+, DVB-S und Internet
möglich.
Geburtstag:
Am
12. Januar 1936 wurde die deutsche Drehbuchautorin, Regisseurin, Hörbuchproduzentin und
Rundfunkautorin Charlotte
Drews-Bernstein († 3. Januar 2023) in Hamburg geboren.
Nekrolog:
Am 13. Januar 1967 starb die österreichische Schauspielerin und Hörspielsprecherin Friedl Münzer 74-jährig in ihrer Wahlheimat Köln.
Am 13. Januar 1999 starb der deutsche Schauspieler und Hörspielsprecher Karl Lieffen 72-jährig in Starnberg.
Am 13. Januar 2011 starb der deutsche Schauspieler und Hörspielsprecher Hellmut
Lange 87-jährig in Berlin.
Am 13. Januar 2018 starb der österreichische Radiojournalist und Schauspieler Erich Schenk, (* 1920) im Alter von
97 Jahren.
Am 13. Januar 2021 starb der deutsche
Journalist,
Autor
und Osteuropa-Korrespondent beim Süddeutschen Rundfunk (SDR), Roland Haug kurz vor seinem 81. Geburtstag.
Quellen:
http://www.cogbyte.de (nicht mehr online)
http://person-of-the-day.info (nicht mehr online)
Radio.about.com (nicht mehr online)


Kommentare
Kommentar veröffentlichen