Direkt zum Hauptbereich

Der 31. August in der Geschichte des Radios:






Am 31. August 1936 ging „Radio Prag“ als tschechischer Auslandsrundfunk auf Sendung. Auf Mittelwelle wurde in 17 Sprachen gesendet, darunter auch Englisch, Tschechisch, Slowakisch und Deutsch.



Am 31. August 1941 debütierte die Radio-Sitcom „The Great Gildersleeve“ auf NBC. Sie lief bis 1957 und bekam auch einen Ableger im Fernsehen. Die Radioserie war selbst eine der ersten Spin-off-Serien und startete als Ableger der beliebten Sitcom „Fibber McGee and Molly“. Es geht um die Figur des Throckmorton P. Gildersleeve, der am 3. Oktober 1939 das erste Mal in dieser Sitcom auftauchte und bis zur Ausgliederung ein fester Bestandteil der Serie war. In den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts erfreute sich The Great Gildersleeve in den USA größter Beliebtheit.
Der Schauspieler Harold Peary verkörperte die Figur in der ursprünglichen Serie, im Ableger und auf dem Höhepunkt des Serienerfolges in vier Filmen.

Karikatur: Sam Berman
Copyright ©1947 National Broadcasting Corporation (Press Kit)

Am 31. August 1947 wurde auf Trinidad „VP4 RD“ als erste reguläre Rundfunkstation vom Gouverneur eröffnet. Der 2-kW-Sender in Oroni sendete auf Mittelwelle.

Am 31. August 1974 stellte der See-Piratensender Radio Veronica den Sendebetrieb ein.

Am 31. August 1982 wurde in den USA eine Statistik veröffentlicht, der zufolge sich dort damals  9160 lizenzierte Mittelwellen- und UKW-Stationen im Äther tummelten.

Am 31. August 1995 sendete AFN Nuremberg zum letzten Mal vom Gelände der William-O’-Darby-Kaserne an der Flößaustraße in Fürth. Die US-Army löste den Truppenstandort auf und verlegte den Senderstandort nach Vilseck in die Oberpfalz, nicht weit vom Truppenübungsplatz Grafenwöhr entfernt.

Die Sendeanlagen in Fürth waren nur fünf Jahre lang genutzt worden, Vorher hatte AFN Nuremberg aus dem 6. Stockwerk des Bavarian American Hotels am Nürnberger Hauptbahnhof gesendet.

Am 31. August 1998 wurde das Programm von SDR3 durch SWR3 ersetzt.


Geburtstage:

Am 31. August 1903 wurde der US-amerikanische Radio- und Fernsehmoderator, Sänger, Schauspieler und Talentsucher Arthur Godfrey geboren. Zu seiner Zeit war er eine der bekanntesten Radiopersönlichkeiten, auch durch seine Sendung „Arthur Godfrey's Talent Scout“ von 1948 bis 1958, in der viele später berühmte Sängerinnen und Sänger ihre ersten Auftritte hatten.
Ende der 20er Jahre trat er bei einer Talentshow auf, was dazu führte, dass er bald eine eigene Radiosendung moderieren durfte. Er sprach die Zuhörer als einzelne Personen an, sang auch in seiner Sendung und spielte Ukulele. All das trug maßgeblich zu seiner Popularität bei und machte ihn zum Star.
Ab 1934 arbeitete er für CBS und moderierte die Sendung „Arthur Godfrey’s Sun Dial“. Nach dem 2. Weltkrieg leitete er die Radiosendung „Arthur Godfrey Time“, die 1948 zusätzlich im Fernsehen zu laufen begann.
Godfrey veröffentlichte auch zahlreiche Schallplatten und wirkte als Schauspieler in bekannten Hollywoodfilmen mit, wie „Spion in Spitzenhöschen“ (1966). Einer seiner Songs erreichte Platz 6 in den US-Singles-Charts und notierte 16 Wochen in den Top Ten.

Foto: Harris & Ewing, Photographer [Public Domain], via Wikimedia Commons


Am 31. August 1942 wurde der US-amerikanische Sänger und Moderator Coyote McCloud als William Lehmann geboren. Später ließ er sich den Namen Coyote William McCloud offiziell in den Pass eintragen. Die Hörer des Senders WGOW-AM kannten ihn auch als Bill Scott.
Ursprünglich hatten ihm Freunde den Spitznamen „Coyote“ verliehen, weil sie fanden, dass er wie ein jugendlicher Ableger von Wolfman Jack klang.
Über 30 Jahre lang moderierte er die Drivetime bei verschiedenen Radiosendern in und um Nashville. Er arbeitete für WGOW-AM Chattanooga, Tenn., WQXI Atlanta, WMAK-AM, WMAK-FM, WYHY, WWKX, WZPC und WRQQ Nashville.
Seine tabulose Art, Dinge beim Namen zu nennen, machte ihn bei manchen Hörern unbeliebt. So wurde behauptet, er übe einen schlechten Einfluss auf Heranwachsende aus. Dieses Image machte ihn zum unfreiwilligen Star eines Dokumentarfilms der CBS‑Reihe „48 Hours“, in der es um „Shock Radio“ ging.
McCloud schrieb den Song „Where’s the Beef“ für eine Werbekampagne mit Clara Peller. In den 80er Jahren war er die prägende Stimme von Country Music Television. Er starb am 6. April 2011 in der Nähe von Nashville.

Erinnerungen an Coyote McCloud auf YouTube:


Nekrolog:

Am 31. August 2011 starb der Moderator und Radiomanager Bob Laine. In seiner Radiolaufbahn arbeitete er für die Sender CFRS Simcoe, Ontario, CFGM Richmond Hill, Ontario, und CHUM Toronto. Am Seneca College in Toronto bildete er den Radionachwuchs aus.
Nachdem er zehn Jahre lang die Nachtsendung bei CHUM moderiert hatte, wechselte er 1968 ins Mittagsprogramm. 1970 wechselte er als Programmchef ins Management des Senders. Von 1975 bis 1990 stand er an der Spitze von CHUM in Winnipeg. 2003 trat er als Vizepräsident des Senders in den Ruhestand, nachdem er 45 Jahre lang für CHUM tätig gewesen war. Es sollte ein Unruhestand werden, denn anschließend organisierte er die umfassenden Archive von CHUM.

Hier noch eine Videozusammenfassung des obigen Textes in englischer Sprache

Das Video wurde von Googles NotebookLM erstellt:


Quellen:

Gijsbert Hinnen: Internationale Rundfunk- und Fernseh-Chronik (nicht mehr online)

Radio.about.com (nicht mehr online)

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Der 24. Oktober in der Geschichte des Radios:

Am 24. Oktober 1923 proklamierte der deutsche Reichspostminister die "Einführung eines Unterhaltungs-Rundfunks". Vallée (Mitte) mit  Olsen u. Johnson Am  24. Oktober 1929  strahlte NBC die erste Folge der " Fleischmann's Yeast Hour " (in deutscher Übersetzung "Fleischmanns Hefe-Stunde") aus. Die Sendung wurde von der NBC-Programmchefin  Bertha Brainard  ins Leben gerufen. Sie überredete den Bandleader und Sänger Rudy Vallée, die Show zu moderieren. Bei den Hörern kam das Konzept so gut an, dass die Show Jahr für Jahr in der Top-5 der meistgehörten Radiosendungen dieser Zeit zu finden war. Gastgeber Vallée scharte einen festen Stamm um sich und moderierte das Musical- und Varieté-Programm    zusammen mit Ole Olsen und Chic Johnson (1932), gefolgt von Tom Howard und George Shelton (1935). In kleineren Funktionen gehörten auch Schauspieler Will Aubrey (1892-1958) und der Charakterdarsteller Henry Armetta (1888-1945) zur Show. Auf Vallées ...

Willkommen im Radio-Almanach

Seit 2014 sammle ich hier Geschichten aus mehr als 100 Jahren Radiogeschichte – für jeden Tag im Jahr ein eigenes Kalenderblatt: 366 Seiten voller Ereignisse, Sender, Pioniere und Kuriositäten rund um den Rundfunk. Jeden Tag erscheint automatisch oben auf dieser Seite das passende Kalenderblatt zum heutigen Datum. Wer stöbern möchte, findet im Register alle 366 Einträge auf einen Blick. Passend dazu gibt es auch einen YouTube-Kanal, auf dem ich – so oft es zeitlich klappt – kurze Videos zu einzelnen Ereignissen der Radiogeschichte zeige. Etwa dieses hier: Viel Freude beim Stöbern in der Geschichte des Radios! Roland

Der 1. August in der Geschichte des Radios:

Am  1. August 1922  wurde in Berlin der „Deutsche Wirtschaftsrundfunk“ offiziell in Betrieb genommen. Die Empfangsgeräte wurden den Teilnehmern nur geliehen, nicht verkauft. Am  1. August 1927  wurde das „Heinrich Hertz-Institut“ für Schwingungsforschung in Berlin-Charlottenburg gegründet. Am  1. August 1928  eröffnete die Kuomintang-Partei im vorkommunistischen China die „ Central Broadcasting Station “. Fünf Jahre später wird der 75-kW-Kurzwellensender in Betrieb genommen. 1932 gehören ganz China und ein großer Teil von Asien zum Empfangsgebiet. Am 1. August 1934 startete der „Schweizerische Kurzwellendienst“ . Die „Schweizerische Rundspruchgesellschaft“ mietet für eine einmalige Sendung den Völkerbundsender in Prangins. Ein auf Stahlband aufgezeichnetes Programm vom „Studio Bern“ wurde nach Südamerika ausgestrahlt. Am 1. August 1935 begann der portugiesische Staatssender „Emissora Nacional de Radiodifusao“ in Lissabon mit r...