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Der 25. November in der Geschichte des Radios:


 J. J. Gould's Illustration
 von Amos 'n' Andy für
das New Movie Magazine
Am 25. November 1960 beendete das CBS Radio Network seine vier letzten verbliebenen Radio-Seifenopern, darunter auch die beliebte und langlebige Serie „Amos ‚n‘ Andy“. Diese Sitcom war in Manhattans schwarzer Gemeinschaft in Harlem angesiedelt und war von den 1920er bis 1950er Jahren sehr beliebt. Die Originalhörspiele hatten sich zwei weiße Schauspieler ausgedacht, Freeman Gosden und Charles Correll, die auch die Sendemanuskripte geschrieben und eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Rollen gesprochen hatten, darunter auch die der titelgebenden Hauptpersonen Amos Jones (Gosden) und Andrew Hogg Brown (Correll).

Nach der Erstsendung im Jahr 1928 begeisterten sich viele Hörer für das Format und es wurde bald USA-weit verbreitet. Die frühen Episoden wurden alle aus dem El Mirador Hotel im kalifornischen Palm Springs aufgezeichnet und ausgestrahlt. Von 1928 - 1943 lief das Radio-Serial im Nachtprogramm, von 1943 - 1955 als wöchentliche Sitcom und von 1954 - 1960 als nächtliches Discjockey-Programm.




Der 25. November 1960 läutete mit Einstellung der Seifenopern auf CBS das Ende einer großen Radio-Epoche ein: Die erste Soap-Opera lief mit „Betty and Bob“ am 10. Oktober 1932 erstmals bei NBC mit dem Cereal-Sponsor General Mills über die Radiosender.
Innerhalb einer Folge gab es mehrere Werbeblöcke, in denen die Artikel der Waschmittelhersteller dominierten. Der Seifen- und Waschmittelhersteller Procter & Gamble präsentierte erstmals am 14. August 1933 mit Ma(ria) Perkins eine für die Hausfrau gedachte Radioserie, die später der Soap-Opera ihren Namen gab.
Auf dem Höhepunkt der Radio-Soap im Jahre 1940 wurden täglich 64 verschiedene Folgen ausgestrahlt, doch bereits 1941 halbierte sich ihre Zahl auf 33. Der nun eintretende stetige Rückgang ist auf das Fernsehen zurückzuführen, das 1947 begonnen hatte, dieses Format vollständig zu übernehmen. 1961 gab es keine Daily Soap mehr im US-Radio.


Weitere Ereignisse aus der Radiogeschichte:

Am 25. November 1963 geriet die Beisetzung des ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy zu einem Medienereignis ersten Ranges. An der Trauerfeier nahmen nach einer Schätzung der New York Times eine knappe Million Menschen teil.  Kennedy wurde auf dem Nationalfriedhof Arlington beigesetzt.

Am 25. November 1964 wurde in Luzern die „Radio- und Fernsehgesellschaft der deutschen und der rätoromanischen Schweiz“ gegründet. In ihr schlossen sich die Radio-Genossenschaft Zürich, Radio-Genossenschaft Bern, Radio-Genossenschaft Basel, Ostschweizerische Radiogesellschaft ORG, Innerschweizerische Radiogesellschaft IRG und Cumünanza Radio Rumantsch CRR zusammen.

Am 25. November 1966 stellte der Piratensender 390, Radio Invicta, den Sendebetrieb ein.

Geburtstage:

Am 25. November 1987 wurde der deutsche Radiomoderator Andreas Lengenfelder geboren. Er startete seine Medienkarriere bei Radio Franken in Nürnberg.

Quellen:

Gijsbert Hinnen: Internationale Rundfunk- und Fernseh-Chronik (nicht mehr online)
Radio.about.com (nicht mehr online)

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