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Der 7. September in der Geschichte des Radios:





Am 7. September 1939 nahm der Sender „World Radio University“ das Rufzeichen „WRUL“ an. 
Laut der WRUL-Stationsgeschichte steht das „L“ im Rufzeichen für „Listener“ – der volle Name ist „World Radio University for the Listener“. Der Gründer hieß Walter S. Lemon – aber sein Name steckt entgegen anderslautender Berichte nicht im Rufzeichen. Es wird bis zum 31. Mai 1966 beibehalten. Dann wechselte das Rufzeichen zu WNYW.

Am 7. September 1941 wurden in Nazideutschland die ersten Todesurteile wegen „Abhörens von Feindsendern“ ausgesprochen.


Am 7. September 1945 begann die „Voice of Vietnam“, von Hanoi aus zu senden. Fünf Tage vorher war die Demokratische Republik Vietnam gegründet worden. Verwendet wurden alte französische Sendegeräte.

Am 7. September 1975 begann die religiöse Station „Caribbean Radio Lighthouse“ in Antigua zu senden. Zuerst war die Station nur auf Mittelwelle (1165 kHz – 10 kW) zu hören. Später wurde ein 1-kW-UKW-Sender auf 90 MHz dazu geschaltet.

Am 7. September 1979 erschien zum ersten Mal der Song Video Killed the Radio Star der Gruppe The Buggles. Mit dem Videoclip zu diesem Song begann der US-amerikanische Musiksender MTV am 1. August 1981 das Programm.

Am 7. September 1980 moderierte Thomas Gottschalk zum ersten Mal die RTL-Hitparade.

Geburtstage:

Am 7. September 1934 wurde Daniel Trombley „Dan“ Ingram geboren. Am 3. Juli 1961 moderierte Dan Ingram seine erste Sendung bei WABC-AM, New York. Der damals 26-jährige DJ löste Chuck Dunaway am Mikrofon dieser Sendung ab.

Ingram war einer der bemerkenswertesten DJs dieser Epoche. „Big Dan“ zeichnete sich durch schnelles Reaktionsvermögen und Schlagfertigkeit aus. In knappen Worten brachte er eine Meldung meist humorvoll auf den Punkt. Damit setzte er Standards für die Sprechweise von Radiomoderatoren in kommerziellen Musikstationen, die heute jeder Radiosprecher beherrschen muss.

Ingram soll auch der Erfinder des Ramptalks sein. Hier spricht der Moderator auf die ersten Takte eines Musikstückes und beendet seinen Text kurz vor dem Punkt, an dem die Sängerin oder der Sänger einsetzt.

Am 9. November 1965 ging Dan Ingram in die Geschichte ein. Beim großen Stromausfall in New York und Nordamerika mussten etwa 30 Millionen Menschen in einem Gebiet von ca. 207.000 km² bis zu zwölf Stunden ohne Stromversorgung ausharren. Die Hälfte aller Radiostationen fiel aus, weil die Sender nicht über eine Notstromversorgung verfügten.

Während seiner Sendung bei WABC fiel Ingram auf, dass die Plattenspieler zu langsam liefen. Die Geräte benutzten normalerweise die Netzfrequenz von 60 Hz, um den Gleichlauf zu gewährleisten. Obwohl die Spannung zunächst noch normal war, verursachte die Überlastung im Versorgungsnetz ein Absinken der Frequenz zunächst auf 56 Hz und dann auf 51 Hz. Dadurch liefen die Plattenspieler langsamer als sonst, was deutlich zu hören war. Ingram moderierte bis zu den Nachrichten, dann wurde die Stromversorgung langsam schwächer, bis sie völlig zum Erliegen kam.

 Wer mehr von Dan Ingram hören möchte, wird bei Musicradio77 fündig.
Auch bei YouTube sind viele Clips zu finden. 

Am 7. September 1934 wurde der österreichische Schauspieler und Hörspielsprecher Wolfgang Unterzaucher in Graz geboren.

 

Am 7. September 1965 wurde der deutsche Moderator Jörg Pilawa in Hamburg geboren.

 

Nekrolog:

 

Am 7. September 1984 starb der Radiomoderator Harvey Dobbs im Alter von 72 Jahren in Toronto.

 

Am 7. September 1990 starb der britische Historiker Alan J. P. Taylor 84-jährig in London. Taylor wandte sich als aktiver Pazifist in eigenen Radiosendungen energisch gegen die britische Teilnahme am Koreakrieg.

 

Quellen:

 

Deitz, Corey (2003-06-20). „Dan Ingram Departs WCBS-FM"

Gijsbert Hinnen: Internationale Rundfunk- und Fernseh-Chronik (nicht mehr online)

Radio.about.com (nicht mehr online)

WRUL/WYFR History — bclnews.blogspot.com

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