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Der 24. Oktober in der Geschichte des Radios:

Am 24. Oktober 1923 proklamierte der deutsche Reichspostminister die „Einführung eines Unterhaltungs-Rundfunks“. Vallée (Mitte) mit  Olsen u. Johnson Am  24. Oktober 1929  strahlte NBC die erste Folge der „ Fleischmann's Yeast Hour “ (in deutscher Übersetzung „Fleischmanns Hefe-Stunde“) aus. Die Sendung wurde von der NBC-Programmchefin  Bertha Brainard  ins Leben gerufen. Sie überredete den Bandleader und Sänger Rudy Vallée, die Show zu moderieren. Bei den Hörern kam das Konzept so gut an, dass die Show von der Saison 1929/30 bis 1934/35 jedes Jahr zu den fünf meistgehörten Radiosendungen gehörte. Gastgeber Vallée scharte einen festen Stamm um sich und moderierte das Musical- und Varieté-Programm zusammen mit Ole Olsen und Chic Johnson (1932), gefolgt von Tom Howard und George Shelton (1935). In kleineren Funktionen gehörten auch Schauspieler Will Aubrey (1892–1958) und der Charakterdarsteller Henry Armetta (1888–1945) zur Show. Auf Vallées...

Der 4. November in der Geschichte des Radios:

Am  4. November 1934  veranstaltete  Eesti Raadio  das erste Hörerwunschkonzert. Die Geschichte des estnischen Rundfunks reicht bis in das Jahr 1921 zurück, als die ersten Empfangsgeräte auf den Markt kamen.  Die erste estnische Rundfunkorganisation, Osaühisus Raadio-Ringhääling , wurde am 1. November 1924 gegründet. Ihr Ziel war es, Radiokonzerte zu organisieren, Radiogeräte herzustellen und zu verkaufen und die Radiotechnik weiterzuentwickeln. Am 18. Dezember 1926 begann der reguläre Rundfunkbetrieb in Estland. Eesti Raadio produzierte die vier Hörfunkprogramme Vikerraadio, Raadio 2, Klassikaraadio und Raadio 4. Am 1. Juni 2007 ging Eesti Raadio in Eesti Rahvusringhääling (ERR) , der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt Estlands, auf. ERR hat den Auftrag, die estnische Kultur zu fördern, die Informationsbedürfnisse der Bevölkerung zu befriedigen und die staatliche Einheit zu stärken. Der Sender ist Mitglied der European Broadcasting Union (EBU). Am 4....

Der 3. November in der Geschichte des Radios:

Am  3. November 1944  wurde der niederländische Radio-Pionier  Hans Henricus Schotanus à Steringa Idzerda  erschossen. Ab dem 6. November 1919 hatte er eine regelmäßige Radiosendung ausgestrahlt, meist musikalische Abende aus seinem Haus in Den Haag. Die Studio- und Radioausstattung wurde von seiner eigenen Firma, der Nederlandsche Radio-Industrie (NRI), hergestellt. Zuletzt fehlten ihm die finanziellen Mittel, um den Sender weiterzuführen. Am 11. September 1924 stellte sein Sender PCGG den Betrieb ein.   Im November 1944 suchte Idzerda am Rand von Den Haag nach Trümmern einer abgestürzten deutschen V2‑Rakete. Am Morgen des 3. November wurde er dabei von einer deutschen Patrouille ertappt, als Spion festgenommen und standrechtlich erschossen. Am  3. November 1974  begann die Relaisstation der „ Deutschen Welle “ auf Malta offiziell mit ihrem Sendebetrieb. Mit drei 250-kW-Kurzwellensendern und einem 600-kW-Mittelwellensender diente sie in...

Der 30. Oktober in der Geschichte des Radios:

Am  30. Oktober 1938  sorgte Orson Welles mit dem Hörspiel „War of the Worlds“ für Angst und Aufregung. Viele Hörer in New York und New Jersey hielten die fingierten Nachrichten von der Landung der Marsmenschen für echt und riefen bei Polizei, Zeitungen und beim Sender an. Dabei war die literarische Vorlage zu diesem Zeitpunkt schon 40 Jahre alt. Das ländliche England wird aus heiterem Himmel von Meteoriteneinschlägen heimgesucht – so hat es am Anfang den Anschein. Später stellt sich heraus, dass es sich um Raumschiffe handelt, die vom Mars aus auf die Erde geschossen wurden. Ihnen entsteigen bald außerirdische Wesen, die mit den Menschen nichts Gutes im Sinn haben, sondern die sie alle vernichten wollen, um sich die Erde untertan zu machen. Die Geschichte, die spätestens seit Steven Spielbergs Verfilmung „Krieg der Welten“ (2005) mit Tom Cruise  jedem bekannt sein dürfte, schrieb der englische Schriftsteller H. G. Wells 1898. Buchillustration von ...

Der 1. November in der Geschichte des Radios:

   Am 1. November 1925 gründete sich in Amsterdam VARA , die „Vereeniging van Arbeiders Radio Amateurs“ (Vereinigung der Arbeiter-Radioamateure). 1957 wurde der Name in „Omroepvereniging VARA“ geändert und ist keine Abkürzung mehr. Zu Beginn war VARA streng sozialistisch orientiert und hatte enge Kontakte zur „Sociaal Democratische Arbeiders Partij“ (SDAP) (bis 1941) und zur Partij van de Arbeid (nach 1945). Viele bekannte Parteifunktionäre waren im Vorstand der VARA. Anfangs sendete die VARA nur acht Stunden Programm in der Woche. Aufgrund des Dilettantismus wurde die Abkürzung von der AVRO als „Van Armoe Rammelt Alles“ (etwa: Aus Armut macht man alles , wörtlich: Die Armut schüttelt alles ) verspottet. Unter dem Vorsitz von Marcel van Dam, der 1986 begann, wurde die VARA jedoch radikal umgebaut. Die Hörfunksparte wurde stark verkleinert und neue Mitarbeiter bekamen nur noch Zeitverträge. Am 1. Januar 2014 legten VARA und BNN ihre Rundfunkarbeit zusammen, seit August 20...

Der 21. Oktober in der Geschichte des Radios:

Am 21. Oktober 1915 überquerte zum ersten Mal eine menschliche Stimme per Funk den Atlantik. Ingenieure der American Telephone and Telegraph Company (AT&T) und ihrer Tochter Western Electric hatten ihre neuen Röhrensender an die Funkstation der US-Marine in Arlington bei Washington angeschlossen. Am Mikrofon saß der Ingenieur B. B. Webb. Am anderen Ende, knapp 4.000 Meilen (ca. 6.437 km) entfernt, lauschte sein Kollege H. E. Shreeve mit amerikanischen Empfangsgeräten im Pariser Eiffelturm. Was dort ankam, war schlicht: „Hello, Shreeve!“ und „Good-bye, Shreeve!“ Leicht war der Versuch nicht. Frankreich stand mitten im Ersten Weltkrieg, und der Eiffelturm war eine wichtige militärische Funkstation. Die französischen Behörden ließen die Amerikaner nur widerwillig an die Anlage, und auch dann nur für wenige kurze Zeitfenster. Ein Gespräch war es außerdem nicht: Der Eiffelturm hatte keinen Sprechfunksender und konnte nicht antworten. Die Bestätigung, dass die Worte angekommen waren,...